B2B-Gehaltsreport

Anlagenbauer gehören zu den Topverdienern

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Häufige Jobwechsel sind im Anlagenbau nicht an der Tagesordnung

Die meisten Befragten aus dem Anlagen- und Maschinenbau arbeiten im Tätigkeitsbereich Vertrieb und Verkauf (21,5 %), dicht gefolgt von Konstrukteuren mit 20 %. Der Bereich Forschung und Entwicklung beträgt unter den befragten Anlagenbauern lediglich 7,5 %, im Gesamtergebnis liegt dieser Bereich aber bei über 20 %. Nur knapp 7 % der Befragten stammten aus der Fertigung oder Produktion. Dafür waren knapp die Hälfte (42 %) aller befragten Anlagenbauer Fachkräfte oder Spezialisten, noch nicht einmal jeder Fünfte (18,5 %) war Abteilungsleiter. An Position zwei lagen Projekt- und Gruppenleiter. Entsprechend berichteten 37 % über keine Mitarbeiterverantwortung und 31,3 % über temporäre Verantwortung. Der Rest besaß disziplinarische Verantwortung.

Dem Arbeitgeber meist treu ergeben

Der Anlagenbauer ist und bleibt ein Gewohnheitstier. Anders als in anderen Branchen, in denen das sogenannte Jobhopping zum guten Ton gehört, hat der Großteil der befragten Beschäftigten, nämlich 28,3 % noch nicht ein Mal den Arbeitgeber gewechselt. 26,3 % haben das zumindest bereits ein Mal hinter sich, danach flacht die Kurve zunehmend ab. Nur noch gut 15 % haben zwei oder drei Mal den Arbeitgeber getauscht, 9,5 % wechselten vier Mal den Arbeitgeber. Im Gesamtvergleich, in dem 27,3 % der Beschäftigten noch keinen Wechsel hinter sich haben, ist der Anlagenbau auch bei der Arbeitgeberbeständigkeit spitze.Einzig der Wert mit einem Arbeitgeberwechsel liegt mit 21,5 % im Gesamtvergleich niedriger.

Hauptgrund des Arbeitgeberwechsels im Anlagenbau ist oft das Geld: Fast 60 % der Befragten würden für mehr Gehalt den Arbeitgeber wechseln, fast jeder Dritte (27,6 %) würde für eine Verbesserung des Arbeitsklimas das Unternehmen tauschen. Interessant: Gut 38 % der Befragten würden einen Jobwechsel für eine anspruchsvollere Aufgabe in Kauf nehmen und gut 25 % täten dies ebenso für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Weitere 25,1 % möchten ihren Arbeitgeber auf keinen Fall wechseln.

Wechsel innerhalb des Unternehmens

Trotzdem lieben Anlagenbauer ihren Arbeitsplatz. Nicht einmal die Hälfte (49,5 %) der Befragten haben innerhalb ihres Unternehmens die Position gewechselt, 20,8 % zumindest schon ein einziges Mal. Das liegt in etwa im Trend des Gesamtvergleichs, wo 51,7 % ihre Position innerhalb eines Unternehmens noch nie gewechselt haben. Dafür arbeiten die Beschäftigten im Anlagenbau länger als in anderen Branchen: Von durchschnittlich ausgemachten 39,9 Wochenstunden arbeiten Anlagenbauer sogar 44,3 Stunden. Das Branchenmittel liegt bei einer vereinbarten Arbeitszeit von 38,8 Stunden und einer tatsächlichen Arbeitszeit von 43,8 Stunden. Jeder zweite Anlagenbauer (55,4 %) lässt sich diese Überstunden mit Freizeit ausgleichen, immerhin jeder Dritte (31,1 %) wird ausbezahlt – im Gesamtvergleich aller Branchen liegt dieser Wert gerade mal bei 19,1 %. 34,9 % der Anlagenbauer erhalten überhaupt keinen Ausgleich für ihre Überstunden.

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