Bildverarbeitung AOI-System für den Mittelstand - die Krise als Chance nutzen

Redakteur: Ines Stotz

Gerade kleine Betriebe und Mittelständler sind darauf angewiesen, sich mit ihren Produkten und Leistungen abzusetzen. Ein AOI-System ist da eine gute Möglichkeit, um mit einwandfreier

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Gerade kleine Betriebe und Mittelständler sind darauf angewiesen, sich mit ihren Produkten und Leistungen abzusetzen. Ein AOI-System ist da eine gute Möglichkeit, um mit einwandfreier Qualität zu überzeugen und im Wettbewerb zu punkten. Besonders Krisenzeiten werden oft dazu genutzt, Verbesserungen in der Fertigung voranzutreiben. Und da ist die automatische optische Inspektion der Schlüssel, um den Fertigungsprozess zu optimieren und Kosten zu senken.

Mittelständische Elektronikfertiger bestücken Leiterplatten für Kunden aus den unterschiedlichsten Branchen, nicht selten auch in sehr kleinen Stückzahlen mit anspruchsvollem und komplexem Design. Diese Flexibilität und die Fähigkeit, auch ganz spezifische Kundenwünsche erfüllen zu können, ist oft der entscheidende Vorteil gegenüber den Großserienfertigern. Und weil Qualität und Verlässlichkeit wesentliche Kriterien in diesem Geschäftsmodell sind, sind die Unternehmen auf eine leistungsstarke Baugruppeninspektion angewiesen.

Wie sinnvoll die Investition in ein AOI-System auch für ein Kleinunternehmen sein kann, das zeigt das Beispiel der Firma Minel. Als KMU beschäftigt das Unternehmen nur 15 Mitarbeiter. Dennoch ist man davon überzeugt, mit einer professionellen AOI die hohen Qualitätsstandards weiter steigern und die Fertigungskosten erheblich reduzieren zu können. Die Entscheidung für ein AOI-System sieht das Unternehmen als zukunftsweisende Investition, auch und gerade in der Krise.

„Nur ein AOI-System entspricht aufgrund seiner Flexibilität und dem betriebswirtschaftlichen Nutzen den hohen Anforderungen einer Low-Volume-High-Mix-Fertigung. Der Einsatz von ICT, Flying Probe oder Funktionstest ist dagegen in unserem Fall wenig sinnvoll, da er sehr teuer und wenig flexibel ist“, erläutert Jack Schlappi, Geschäftsführer der Minel AG, der für die Investition verantwortlich zeichnete.

Besonders wichtig waren dem Unternehmen bei der Auswahl der AOI eine hohe Prüftiefe, eine ausgereifte Hard- und Software sowie eine einfache Programmierung. So können mit dem System die unterschiedlichsten Baugruppentypen inspiziert werden.

Minel entschied sich für das AOI-System S3088-II von Viscom. Die AOI wird zur Prüfung von SMD-bestückten Leiterplatten, THT-Lötstellen und miniaturisierten Komponenten nach dem Lötprozess eingesetzt. Der Inspektionsumfang umfasst Kurzschlüsse, Anwesenheitskontrolle, Lötstelleninspektion, Polarität und Schrifterkennung auf ICs. Sehr oft kommt dabei die geneigte Ansicht zum Einsatz, denn viele Lötstellen sind von oben nicht mehr zu prüfen. Wie wichtig die Schrägansicht ist, bringt Jack Schlappi auf den Punkt: „Wir haben mit der Kombination von orthogonalen und geneigten Kameras bewusst eine flexible Konfiguration der Anlage gewählt, damit wir auch in der Lage sind, sehr spezielle Bauteile zu inspizieren. Nur so können wir auch zukünftige Kundenanforderungen ohne zusätzliche Investitionen abdecken und sind für die Zukunft bestens gerüstet.“

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