Endress+Hauser

Auch in Zukunft auf Wachstumskurs bleiben

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Dienstleistungen und Automatisierungslösungen überdurchschnittlich

„Unser Wachstum war breit abgestützt über die verschiedenen Branchen“, berichtete Michael Ziesemer, Stellvertreter des CEO. Für besondere Impulse sorgten nicht zuletzt große Projekte in der chemischen Industrie. Überdurchschnittlich gut entwickelte sich das Geschäft mit Dienstleistungen und Automatisierungslösungen. „Unsere Strategie, Kunden über die Prozessmesstechnik hinaus zu unterstützen, ist erfolgreich“, unterstrich Michael Ziesemer.

Endress geht, Altendorf kommt

Von besonderer Bedeutung für das Familienunternehmen war die Stabübergabe zum Jahreswechsel. Klaus Endress, der Sohn des Firmengründers, der die Endress+Hauser Gruppe seit 1995 geführt hatte, trat in den Verwaltungsrat ein, wo er Klaus Riemenschneider als Präsident ablöste. Neuer CEO der Firmengruppe ist Matthias Altendorf, seit 25 Jahren bei Endress+Hauser und zuletzt Geschäftsführer des Kompetenzzentrums für Füllstand- und Druckmesstechnik im süddeutschen Maulburg. „Wir haben wichtige Weichen für die Zukunft der Unternehmensgruppe gestellt“, betonte Klaus Endress mit Blick auf den Generationswechsel sowie die Akquisitionen im Bereich der Analyse.

Als Herausforderung bezeichnete es Matthias Altendorf, die neue Analyse-Strategie der Firmengruppe zum Erfolg zu führen. „Auf der einen Seite wollen wir den Markt der Laboranalyse erschließen und unsere Kunden dadurch von der Entwicklung von Produkten und Prozessen bis hin zur verfahrenstechnischen Produktion begleiten“, erläuterte der CEO. „Auf der anderen Seite wollen wir komplexe Analysesysteme verstärkt in der Prozessindustrie einsetzen. Dadurch können unsere Kunden jederzeit die Produktqualität kontrollieren und ihre Prozesse ständig optimieren.“

Sportliche Wachstumsziele bei verhaltenem Start

Für 2014 hat sich Endress+Hauser mehr als 2,1 Mrd. Euro Umsatz zum Ziel gesetzt – bedingt durch die Akquisitionen ein Plus von über 15 Prozent. Außerhalb der neuen Geschäftsbereiche ist ein organisches Wachstum von rund neun Prozent geplant. Mehr als 500 neue Stellen will das Unternehmen schaffen und die Eigenkapitalquote wieder deutlich über 70 Prozent anheben. Der Start ins laufende Jahr war bisher verhalten. „Der Auftragseingang wächst, doch wir liegen noch unter unseren Umsatzzielen“, sagte Luc Schultheiss – „auch weil uns die Wechselkurse wieder Wachstum kosten.“

Geplant sind Investitionen von rund 160 Mio. Euro. Einen Schwerpunkt bilden die europäischen Produktionsstandorte: Im schweizerischen Reinach erweitert Endress+Hauser das Kompetenzzentrum für Durchflussmesstechnik, und auch am Standort Maulburg geht der Ausbau weiter. Überdies haben die Vertriebsgesellschaften in Spanien, Italien und Malaysia mit dem Bau eigener Gebäude begonnen.

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