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Endress+Hauser Auch in Zukunft auf Wachstumskurs bleiben

| Redakteur: Sariana Kunze

Was den Erfolg angeht, gibt es bei der Endress+Hauser Gruppe keine unerwarteten Neuigkeiten. Auch in 2013 konnte der Messtechnik-Spezialist einen neuen Höchstwert mit einem Umsatzplus von sieben Prozent auf 1,8 Mrd. Euro erreichen. Für das Unternehmen ist es somit das vierte „Best year“ in Folge. Während Währungseffekte das Wachstum bremsten, sorgten Zukäufe im Bereich der Analyse für weitere Impulse. Neben dem Aufbruch in neue Märkte hat zudem der Wechsel an der Unternehmensspitze 2013 geprägt.

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Klaus Endress gab bei der Bilanzmedienkonferenz von Endress+Hauser in Basel einen Rückblick auf das abgelaufene Geschäftsjahr 2013, welches der ehemalige CEO noch verantwortete.
Klaus Endress gab bei der Bilanzmedienkonferenz von Endress+Hauser in Basel einen Rückblick auf das abgelaufene Geschäftsjahr 2013, welches der ehemalige CEO noch verantwortete.
(Kunze/elektrotechnik )

Nach 19 Jahren als Geschäftsführer von Endress+Hauser, trat Klaus Endress bei der Bilanzmedienkonferenz 2014 ein letztes Mal in dieser Funktion an das Mikrofon, um über die Erfolge und Herausforderungen in 2013 zu berichten: „2013 war für Endress+Hauser mit einem Umsatz von 1,8 Mrd. Euro das vierte „Best year“ in Folge. Trotz des Erfolges war das Jahr von Unsicherheit geprägt. Und so konnten wir unsere Ziele nicht ganz und nicht überall erreichen.“

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Das Betriebsergebnis erreichte mit 277 Mio. Euro einen neuen Höchststand, ebenso der Gewinn nach Steuern mit 187 Mio. Euro. 11.919 Menschen arbeiteten Ende 2013 für das Unternehmen. Die Firmengruppe investierte rund 130 Mio. Euro in ihr weltweites Netzwerk für Produktion und Vertrieb.

Weichen für Analysegeschäft gestellt

Die Finanzkennzahlen der Endress+Hauser Gruppe sind stark beeinflusst durch Akquisitionen. Neben der Übernahme von Geschäft und Beschäftigten des bisherigen Repräsentanten in Indonesien und dem Kauf der in der optischen Analyse tätigen US-Firma Kaiser Optical Systems fällt in erster Linie die Beteiligung an Analytik Jena ins Gewicht. Damit will Endress+Hauser ein Standbein im Laborgeschäft aufbauen. Das börsennotierte deutsche Unternehmen stellt analytische Instrumente und bioanalytische Systeme her. Endress+Hauser hält inzwischen über 50 Prozent an Analytik Jena; weitere 27 Prozent der Anteile kann die Firmengruppe ab Oktober 2014 erwerben. Ziel ist die vollständige Übernahme.

Rund zwei Prozentpunkte des Umsatzwachstums gehen auf diese Akquisitionen zurück. Von den 1.853 neuen Stellen im Unternehmen sind knapp 1.300 durch die Zukäufe hinzugekommen, weitere 550 Arbeitsplätze wurden in der Firmengruppe organisch geschaffen. Die Übernahme von Analytik Jena wirkte sich auch auf die Eigenkapitalquote aus, die um über zwei Punkte auf 67,8 Prozent sank. Trotzdem sei die Endress+Hauser Gruppe laut Finanzchef Dr. Luc Schultheiss solide finanziert. Den akquisitionsbedingt auf 50 Mio. Euro gewachsenen Bankschulden stehen flüssige Mittel von 384 Mio. Euro gegenüber.

Währungsverfall schwächt Umsatzwachstum

Die Entwicklung der Wechselkurse sorgte im vergangenen Jahr für Gegenwind. Dollar, Pfund, Yen und Yuan verloren gegenüber einem erstarkenden Euro an Wert, und auch der Währungsverfall in den Schwellenländern Indien, Indonesien, Südafrika, Brasilien und Türkei beeinflusste die Zahlen. Das kostete die Firmengruppe dem Finanzchef zufolge drei Prozentpunkte Umsatzwachstum und belastete das Ergebnis mit Netto-Fremdwährungsverlusten von elf Mio. Euro.

Überdurchschnittlich entwickelten sich die Geschäfte im vergangenen Jahr vor allem in Afrika und dem Nahen Osten, Südostasien, aber auch Europa. Deutschland, der umsatzstärkste Markt, legte deutlich zu, in der Schweiz erholten sich die Verkäufe. Frankreich dagegen litt unter der schwachen Wirtschaft. China lag nach einem schwierigen Vorjahr zweistellig im Plus. Die USA konnten (wie der gesamte Nafta-Raum) nicht an das starke Wachstum der vergangenen Jahre anknüpfen. Auch in Russland und Indien ließ die Dynamik nach. Brasilien dagegen entwickelte sich kräftig, beflügelt auch durch das neue Werk für Durchfluss-, Füllstand- und Druckmesstechnik in Itatiba.

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