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Automatisierungstechnik für optimales Handling von Solarzellen

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Flexibel in der Handhabung

Bedingt durch den konstruktiven Aufbau bietet der Tripod eine bessere Zugänglichkeit im Arbeitsraum als konventionelle kartesische oder SCARA-Roboter. Zudem lässt er sich horizontal, vertikal oder kopfüber einbauen.

Flexibel heißt die Devise: ob Vereinzeln, Sortieren oder Zuführen. Flexibel steht aber auch für konfigurierbar. Statt mechanischem Wechsel erfolgt die neue Positionseingabe am Rechner. Die Koordination übernimmt die Robotiksteuerung CMXR, deren Hauptanwendung in der Handhabungstechnik liegt, besonders im High-Speed-Bereich. Aber auch Bahnapplikationen wie beispielsweise Auftragen von Klebstoff, Beschriften und Laserschweißen sind ihre Einsatzfelder.

Die Robotiksteuerung CMXR verbindet Mechanik, elektrische Antriebs- und Steuerungstechnik zu einer kompletten kinematischen Systemlösung und koordiniert die hochdynamischen Bewegungen im Raum. Die Steuerung ermöglicht die Einbind von Bildverarbeitungssystemen wie das intelligente Kompaktskamerasystem SBOC-Q.

Wafer-Handling live

Rena Sondermaschinen zum Beispiel nutzt beim Wafer-Handling das intelligente Kompaktkamerasystem SBOC-Q. Dabei wählt der Bediener der Anlage einen vorher hinterlegten Wafertyp an der Leitsteuerung aus, diese meldet den gewünschten Typ über Profibus an die CPX-Ventilinsel. Ein CPX-FEC wählt dann über Ethernet das richtige Prüfprogramm auf der Kamera aus und stellt die Sichtfeldgrößen entsprechend der Wafergröße ein. Im Anschluss prüft die Kamera im Durchlichtverfahren auf Ausbrüche am Waferrand.

Sowohl das Sensorsystem zur Erfassung der Bilddaten als auch die komplette Elektronik zur Auswertung und die Schnittstellen zur Kommunikation mit der Steuerung sind bereits im Kamerastem integriert. Mit den beiden Softwarepaketen CheckKon und CheckOpti dient außerdem zum Erlernen der Prüfteile: Nach dem Vorführen von Musterteilen definiert der Anwender mit Hilfe der Software verschiedene Prüfmerkmale wie beispielsweise Länge, Höhe, Fläche, Schwerpunktslage oder Winkel und lädt das Prüfprogramm auf das Kamerasystem. Insgesamt bis zu 265 Werkstücke lassen sich so einspeichern. Im späteren Betrieb kann die Kamera - je nach Übereinstimmung mit diesen Werten - Werkstücken als gut oder schlecht erkennen, einen bestimmten Teiletyp oder eine Orientierung zuordnen. Die kurze Belichtungszeit der Kamera von minimal 27 µs gewährleistet auch unter erschwerten Bedingungen noch optimale Resultate.

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