Personal Bosch plant Stellenabbau in Werkzeugsparte

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Der Technologiekonzern Bosch will am Hauptsitz seiner Werkzeugsparte Power Tools Hunderte Stellen abbauen. Das Unternehmen will so seine Wettbewerbsfähigkeit langfristig sicherstellen.

Eine Entlassungswelle droht jetzt auch für die Mitarbeiter von Bosch Power Tools in Leinfelden-Echterdingen. Nach Äußerungen des Unternehmens wackelt dort rund ein Viertel der 2.000 Stellen. Im Autozulieferbereich sind sogar Tausende von Jobs bedroht.(Bild:  dpa)
Eine Entlassungswelle droht jetzt auch für die Mitarbeiter von Bosch Power Tools in Leinfelden-Echterdingen. Nach Äußerungen des Unternehmens wackelt dort rund ein Viertel der 2.000 Stellen. Im Autozulieferbereich sind sogar Tausende von Jobs bedroht.
(Bild: dpa)

Nach aktuellem Stand geht das Unternehmen von einem Abbaubedarf bis Ende 2026 von bis zu 560 Stellen aus, teilte eine Bosch-Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur jetzt mit. Die Pläne betreffen damit über ein Viertel der rund 2.000 Beschäftigten am Standort Leinfelden-Echterdingen in Baden-Württemberg. Als einen Grund nannte der Konzern veränderte Markt- und Kundenanforderungen. Die Sonderkonjunktur während der Corona-Pandemie habe den Bedarf weitestgehend gesättigt. Weiterhin hätten die hohe Inflation und die allgemein angespannte wirtschaftliche Lage das Konsumklima nachhaltig eingetrübt. Hinzu kommt nach Aussage von Bosch, dass man etwa in die Erweiterung des Portfolios kabelloser Elektrowerkzeuge investieren will und das Nordamerika-Geschäft auszubauen gedenkt.

Bosch-Jobstreichung soll so schonend wie möglich ablaufen

Um seine Wettbewerbsfähigkeit langfristig sicherzustellen, müsse das Unternehmen über die bereits laufenden Maßnahmen hinaus (etwa die Einsparung von Sachkosten) auch seine Personalkosten in den Zentral-, Entwicklungs- und Verwaltungsbereichen verschlanken. Einzelne Tätigkeiten sollen auch an weniger teuren Standorten im Ausland angesiedelt werden. Der Schritt ist laut dem Bereichsvorstandsvorsitzenden Thomas Donato notwendig, um die Position in einem hart umkämpften globalen Markt zu sichern und auszubauen. Der Stellenabbau wird den Angaben zufolge so sozialverträglich wie möglich gestaltet. Als Beispiele nannte die Bosch-Sprecherin Altersteilzeit- und Vorruhestandsangebote sowie Abfindungsvereinbarungen. Auch die Vermittlung an andere Standorte der Bosch-Gruppe werden in Betracht gezogen, heißt es weiter. Zu den Plänen starteten demnach Gespräche mit den Arbeitnehmervertretungen.

Bosch-Autozuliefer-Sparte wird deutlich mehr Mitarbeiter verlieren

Bosch Power Tools stellt unter anderem Elektrowerkzeuge, Gartengeräte, Messtechnik und entsprechendes Zubehör her. Zusammen mit den Haushaltsgeräten bildet die Sparte den Geschäftsbereich Consumer Goods, der 2022 rund 25 Prozent des gesamten Bosch-Umsatzes von etwas über 88 Milliarden Euro einbrachte. Für die deutlich größere Autozuliefersparte wurden in den vergangenen Wochen mehrfach ähnliche Pläne bekannt. Dort will Bosch aktuell bis zu 3.200 Stellen streichen – unter anderem in der Antriebssparte sowie in Bereichen, die für Fahrzeugcomputer, Steuergeräte und die entsprechende Software zuständig sind.

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