Anbieter zum Thema
Sensibel vermessen
Dabei geht dieser Riese mit großer Sensibilität ans Werk, vermisst die Palette in Höhe und Lageorientierung und fährt zehntelgenau auf die Abschiebeposition, um die Gläser in den Greifer aufzunehmen. Lasersensorik und Näherungsschalter, die in den Greifer integriert sind, übermitteln dem Roboter die notwendigen Daten. Die Anlagensteuerung wurde über eine übergeordnete SPS realisiert, die via Profibus kommuniziert, in die der Kawasaki Roboter als Slave eingebunden ist. Der Roboter übernimmt natürlich auch das Handhaben der Zwischenlagen und der Leerpaletten. Gleichzeitig ist die Anlage mit einer Pufferstrecke für drei Euro- oder Glaspaletten mit einer Maximalhöhe von 1700 mm ausgestattet, wodurch ein Zeitfenster von ca. 45 Minuten Automatikbetrieb entsteht, bevor die Anlage mit neuen Gläsern versorgt werden muss.
Permanent per Laser überwachen
Ein automatisches Leerfahren bei Produkt- oder Formatwechsel sowie das eigenständige Handhaben der unterschiedlichen Formate wurde natürlich in der Anlagenplanung berücksichtigt und implementiert. Ebenso wird der Leerpalettenstapel permanent mittels Lasersensoren überwacht, um bei geplanter oder auch ungeregelter Entnahme von Leerpaletten keine Fehler entstehen zu lassen und um Roboter und Greifer gegen Beschädigung zu schützen. Der Grund für die Anschaffung dieser Roboteranlage war die Flexibilität der Produktion zu erhöhen.
„Dabei setzt Tartex & Dr. Ritter auf sichere Innovation, also zukunftsorientierte Modernisierung“, so der Betriebsleiter Helmut Langner und Massoud Sanati-Far, Leiter der Technik und Werkstatt. Jean Marc Weiss, Industrieelektroniker und zuständig für Umbauten und Steuerungstechnik bei Tartex & Dr. Ritter, bilanziert: „Vor dem Einsatz der Roboteranlage wurden Gläser und Dosen nacheinander abgearbeitet und die Produktionskapazität dadurch limitiert. Der Formatwechsel wurde ebenfalls vereinfacht und die Flexibilität in der Produktion damit stark verbessert. Weitere Aspekte waren der geringe Platzbedarf für die Anlage bei gleichzeitiger Wartungsfreundlichkeit sowie der vollautomatische Betrieb und nicht zuletzt der geringe Energiebedarf der Roboteranlage.“
(ID:35737380)