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So geht man richtig vor!
Der Abgleich von mechanischen und elektrotechnischen Versionsständen sollte aus Gründen der Nachvollziehbarkeit und Änderungssicherheit immer auf der Ebene der Produktstruktur im Rahmen eines PDM- oder PLM-Systems erfolgen, in dem mechanische und elektrische System auf der Ebene der Produktstruktur zusammenführt werden. Ein Abgleich in Form eines direkten Datenaustausches zwischen den CAD-Systemen ist für einen Austausch von Bauräumen, Kabelkanalverläufe und Biegeradien und Kabelbelegungen zwar durchaus sinnvoll, doch ist aus Sicht der Prozess-Sicherheit alleine nicht ausreichend.
Aufgrund der in einschlägigen Projekten gemachten Erfahrungen mit Aufwand und Komplexität von ECAD-Integrationen in PDM/PLM-Umgebungen empfiehlt es sich wie folgt vorzugehen. Anstelle des meist angewandten Wegs der „Direktintegration“ in die PLM- und ERP-Welt empfiehlt sich ein zweistufiger Ansatz, der in einer disziplin-spezifischen „Out-of-the-box“-Verwaltung von elektrotechnischen „Design-in-Progress“-Daten besteht, die sich über eine serviceorientierte Architektur (SOA) in die PLM-Umgebung referenzieren lässt.
Große Projekte besser beherrschen
Mit dem wachsenden Umfang der eingesetzten Steuerungen wächst auch die Komplexität der elektrotechnischen Planung und Dokumentation. Es muss deshalb die Möglichkeit bestehen, Projekte, je nach Anforderung, hierarchisch oder flach zu strukturieren und zur gleichzeitigen Bearbeitung auf mehrere Konstrukteure aufzuteilen. Dies betrifft sowohl das parallele Bearbeiten von Schaltplänen, als auch das gleichzeitige Bearbeiten von Schaltschrankaufbauten, Rohrplänen, Nagelbrettplänen und Schaltplänen.
Blockfunktionen nutzen
Darüber hinaus sollte die Möglichkeit gegeben sein, Blockfunktionen zu nutzen, die über definierte Anschlussstellen in das Gesamtprojekt eingebunden sind. Der Einsatz vorkonfigurierter Module, die beliebige Funktionsumfänge umfassen können - von der vorkonfigurierten Klemmenschiene bis zum komplexen Teilsystem –, gilt als bewährtes Mittel, die Entwicklungsproduktivität steiegern zu können. Das Verwalten der Teilschaltungen sollte allerdings kontrolliert im Rahmen einer Bibliothek erfolgen. File-Systeme ohne Zugriffskontrolle und Verwendungsnachweis bieten nicht die erforderliche Prozess-Sicherheit.
Zuken Innovation World 2016 Germany
Schließlich lohnt auch noch ein Blick auf den Aufwand für die Erstellung und Pflege von Varianten. Ein bei vielen Kunden von Zuken bewährter Weg ist, Varianten im Strukturbaum eines Stromlaufplans zu hinterlegen, die sich bei Bedarf aktivieren und deaktivieren lassen. Auf diese Weise ist es möglich, Sinne eines überdefinierten, „150%“-Stromlaufplans zu hinterlegen. Diese Fähigkeit muss das eingesetzte ECAD-System beherrschen.
Diese und weitere Themen stehen auf der Agenda der Zuken Innovation World 2016 Germany, die am 13. und 14. Juli 2016 im Lufthansa Training & Conference Center Seeheim-Jugenheim bei Frankfurt stattfindet. Auf der Agenda stehen Referenten von Microsoft Mobile, Mercedes-Benz, Karl Mayer Maschinenfabrik, Weidmüller, Pantec Automation, sowie Ultimate Design Inc. aus Japan.
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