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Industrie 4.0 Der Fitness-Check für die Elektrotechnik

| Redakteur: Reinhard Kluger

Der Weg zur Vision Industrie 4.0 erfordert digitale Produktmodelle. Nur so kann man individuelle Produktvarianten abbilden. Nur sie lassen sich ohne Prozessbruch an die Fertigung weiterleiten. Mehr zum Thema "Varianten im Strukturbaum eines Stromlaufplans" diskutiert intensiv die Zuken Innovation World 2016.

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Bei E³.series von Zuken greifen alle für die Elektrotechnik und Fluidik erforderlichen Applikationen (Schaltplan, Kabelplan, Fluidplan, Schaltschrankaufbau, Nagelbrettzeichnung und abgeleitete Dokumente) auf eine eindeutige und umfassende Beschreibung aller Komponenten in einer zentralen Datenbank zu.
Bei E³.series von Zuken greifen alle für die Elektrotechnik und Fluidik erforderlichen Applikationen (Schaltplan, Kabelplan, Fluidplan, Schaltschrankaufbau, Nagelbrettzeichnung und abgeleitete Dokumente) auf eine eindeutige und umfassende Beschreibung aller Komponenten in einer zentralen Datenbank zu.
(Bild: Zuken)

Das Thema Industrie 4.0 erfreut sich auch im Jahre 5 nach seiner Präsentation auf der Hannover Messe 2011 ungebrochener Popularität. Die Fachmedien berichten ausführlich, der Informationsbedarf bei Entscheidern ist anhaltend hoch, zugleich sind erste konkrete Ergebnisse nach wie vor dünn gesät. Doch wenn die Vision einer durchgehend digitalen Wertschöpfungskette im Sinne von Industrie 4.0 einmal Fahrt aufnimmt, dann betreffen die Auswirkungen nicht nur unternehmensinterne Abläufe, sondern die Strukturen werden sich grundlegend wandeln.

Auch wenn sich ein klar umrissenes Paradigma noch nicht etabliert hat, steht bereits jetzt fest: Die produzierende Industrie muss sich auf kürzere und schneller aufeinanderfolgende Innovationszyklen einstellen. Deshalb ist das Gebot der Stunde, die Produktentstehungsprozesse im eigenen Unternehmen zu optimieren, sowohl im Hinblick auf deren Produktivität, als auch im Hinblick auf ihren Einfluss auf die Produkt-Lebenszykluskosten.

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Digitales Produktmodell unterstützen

Wichtiger Schritt dabei: Elektronik und Elektrotechnik muss man als gleichberechtigte Disziplin neben der traditionell führenden Mechanik im Rahmen eines integralen mechatronischen Entwicklungsprozesses etablieren. Darüber hinaus gilt, den Grad der Automatisierung in der Fertigung durch das Bereitstellen eines vollumfänglich digitalen Produktmodells so zu unterstützen, dass man in der Lage ist, Produkt-Varianten und Produkt-Optionen abzubilden und an die Fertigung weiterzuleiten, und zwar ohne Prozessbruch.

Wichtige Fragestellungen sind:

  • Welche Rolle muss die Elektrotechnik im Produktentstehungsprozess der Zukunft spielen?
  • Wie muss sie in der IT-Landschaft verankert sein, um dieser Rolle gerecht werden zu können?
  • Inwieweit werden die derzeit eingesetzten Werkzeuge den wachsenden Anforderungen gerecht?

Als „Bindeglied“ zwischen der mechanischen Seite eines Produkts und seiner Steuerungstechnik stellen sich Elektronik und die Elektrotechnik gewissermaßen als „Zwitter“ zwischen der physischen und der logischen Welt dar.

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