Stromversorgung Die direkte Strommessung auf der Leiterplatte – ein neuer Stromtastkopf macht’s möglich

Redakteur: Ines Stotz

Bei Leiterbahnen auf Platinen, Bauteilfüßen oder Masseflächen stoßen konventionelle Verfahren zur Strommessung schnell an ihre Grenzen. Katalogdistributor Distrelec hat jetzt einen Stromtastkopf des britischen Herstellers TTi m Lieferprogramm - der dieses Problem auf intelligente Weise löst.

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Für die Messung mit dem I-Prober 520 müssen weder der Stromkreis unterbrochen noch ein Messwiderstand eingebracht werden.
Für die Messung mit dem I-Prober 520 müssen weder der Stromkreis unterbrochen noch ein Messwiderstand eingebracht werden.
(Distrelec)

Konventionelle Verfahren zur Strommessung haben einen entscheidenden Nachteil: Um die Messung durchführen zu können, muss das Messgerät in Reihe zu den stromführenden Bauteilen geschaltet werden. Dazu müssen entweder der Stromkreis unterbrochen und ein Messwiderstand eingebracht oder, wie bei einer Strommesszange, ein Leiter magnetisch umschlossen werden. Mit Hilfe eines patentierten Verfahrens kann die Prüfspitze des Stromtastkopfes I-Prober 520 von TTi direkt und durch einfaches Aufsetzen die Ströme messen, die durch Leiterbahnen fließen.

Neue Methode erlaubt unterbrechungsfreies Messen

Anders als bei den klassischen Messverfahren muss die stromführende Leitung dazu nicht aufgetrennt werden. „Bei der Fehlersuche auf Platinen oder in der Prototypenentwicklung ist dieses Messverfahren ein ganz entscheidender Fortschritt“, betont Ruud Vertommen, Elektronikexperte bei Distrelec. Da sich die Bahnen auf Leiterplatten normalerweise weder unterbrechen oder magnetisch umschließen lassen, waren Prüfingenieure bisher darauf angewiesen, den Stromfluss auf Basis von Messungen aus anderen Teilen des Stromkreises zu schätzen.

Durch die immer höhere Dichte moderner Schaltplatinen wurde das Fehlen einer präzisen Messmethode zur Ermittlung des Stromflusses besonders in der Design- und Entwicklungsphase neuer Leiterplatten immer häufiger zum Problem. „Mit dem neuen Strom-Tastkopf von TTi steht Entwicklungsingenieuren jetzt endlich eine zuverlässige Messmethode zur Verfügung“, sagt Vertommen. „Die Resonanz unserer Kunden auf den I-Prober 520 ist deshalb bisher sehr positiv.“

Patentierte Messtechnologie zur punktuellen Messung

Die Prüfspitze des Messgerätes erfasst das Magnetfeld, das jeden stromführenden Leiter umgibt, an einem Probepunkt. Um mit diesem Verfahren verlässliche Ergebnisse zu erzielen, muss sich der Sensor in konstanter Entfernung und sehr nah an der Leiterbahn befinden, da das zu messende Magnetfeld mit dem Quadrat der Entfernung abnimmt.

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