Stromversorgung

Die direkte Strommessung auf der Leiterplatte – ein neuer Stromtastkopf macht’s möglich

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Das Gerät verwendet dazu ein patentiertes Miniatur-Saturationskern-Magnetometer, das in Zusammenarbeit mit der Universität Cambridge in England entwickelt wurde. Im Vergleich zu konventionellen Magnetometern überzeugt es durch ein sehr viel geringeres Rauschen von typischerweise <6 mA und einer höheren Bandbreite. Die kompakte, voll isolierte Prüfspitze eignet sich für den Anschluss an alle marktüblichen Oszilloskope. Um den Strom auf einer Leiterbahn zu messen, muss die Prüfspitze lediglich auf den Leiter aufgesetzt werden.

Erfasst werden Ströme mit einer Bandbreite von bis zu 5 MHz. Die Messbereiche für Vollausschlag reichen von 10 mA bis zu 20 A. Mit der Sicherheitsklasse 300 V Cat II/600 V CAT I entspricht die Prüfspitze höchsten Sicherheitsstandards und eignet sich auch für den Einsatz mit höheren Spannungen.

Flexible Einsatzmöglichkeiten

Die Messung von Leiterbahnen ist jedoch nicht die einzige Einsatzmöglichkeit für den I-Prober 520. So lässt sich durch einfaches Anhalten der Spitze an den Anschlussdraht der Strom in einem Bauteil messen. Auf die gleiche Weise lässt sich auch der Strom in den einzelnen Adern eines mehradrigen Kabels ermitteln.

Ein weiterer Anwendungsbereich ist besonders für die Optimierung von Platinen interessant: Mit der Messspitze lässt sich der Strom in Masseflächen verfolgen und so beispielsweise Bereiche mit besonders hoher Stromdichte oder induktiv eingestreute Ströme lokalisieren.

Dank der geringen Größe des Sensors kann das Messgerät darüber hinaus zur präzisen Messung magnetischer Felder eingesetzt werden. Die Veränderungen eines Magnetfelds an unterschiedlichen Punkten lassen sich exakt ermitteln und so die Quelle des Magnetfelds finden.

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