Umfrage Industrie hält sich bei Manufacturing-X noch zurück

Quelle: Bitkom 2 min Lesedauer

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Obwohl die meisten Unternehmen von der Initiative für ein Datenökosystem in der Industrie gehört haben, befassten sich bisher nur wenige konkret damit.

Das Potenzial digitalisierter Wertschöpfungsketten wird vor allem in mehr Nachhaltigkeit und Produktivität gesehen.(Bild:  KanawatTH - stock.adobe.com)
Das Potenzial digitalisierter Wertschöpfungsketten wird vor allem in mehr Nachhaltigkeit und Produktivität gesehen.
(Bild: KanawatTH - stock.adobe.com)

Der Branchenverband Bitkom hat mit einer neuen Umfrage gezeigt, dass die Industrie den Wert von digitalisierten Wertschöpfungsketten erkannt hat. Laut einer Mitteilung sind viele Unternehmen bei entsprechenden Initiativen wie zum Beispiel Manufacturing-X allerdings noch zurückhaltend. Mit Manufacturing-X soll ein unternehmensübergreifendes Datenökosystem entstehen. Dies ermöglicht eine durchgängige Datenvernetzung aller an der Wertschöpfung beteiligten Akteure.

Vorteile von digitalen Datenräumen

So gehen 34 Prozent der befragten Unternehmen davon aus, dass der Austausch von Daten entlang der Wertschöpfungskette entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie sein wird. 77 Prozent der deutschen Industrieunternehmen haben schon einmal von Manufacturing-X gehört oder gelesen. Bisher gibt jedoch nur 1 Prozent der Unternehmen an, sich bereits zu beteiligen, weitere 4 Prozent der Industrieunternehmen planen eine Beteiligung. 29 Prozent können sich eine Beteiligung vorstellen. 58 Prozent beteiligen sich bislang nicht, weil sie sich bisher zu wenig oder gar nicht damit beschäftigt haben.

„Die große Offenheit der Unternehmen gegenüber einem stärkeren Datenaustausch zeigt, dass das Potenzial digitalisierter Wertschöpfungsketten in der Industrie erkannt wird“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. „Die Unternehmen sollten sich intensiv mit dem komplexen Thema digitaler Datenräume auseinandersetzen, um deren Vorteile möglichst bald realisieren zu können.“

Zentraler Beitrag zur Nachhaltigkeit

Konkret meinen 49 Prozent der Industrieunternehmen, dass der digitale Austausch von Daten entlang der Wertschöpfungskette die Produktivität der deutschen Industrie steigern wird. 41 Prozent der Unternehmen sagen, dies macht die deutsche Industrie widerstandsfähiger gegen Störungen wie zum Beispiel Lieferengpässe. 55 Prozent der Unternehmen geben an, dass digitale Wertschöpfungsketten einen zentralen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit in der Industrie leisten werden. „Bislang können Daten in einzelnen Unternehmen Abläufe transparent machen und zu einer effizienteren und nachhaltigeren Steuerung genutzt werden. Noch mehr kann aber gewonnen werden, wenn ein Datenaustausch zwischen Unternehmen ermöglicht wird und so Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette detailliert aufeinander abgestimmt werden“, so Rohleder. „Für einen solchen Austausch braucht es einheitliche Standards und eine sichere Plattform. Hier ist Manufacturing-X der Schlüssel.“

Für die Umfrage wurden 604 Unternehmen ab 20 Beschäftigten telefonisch befragt, darunter 160 Industrieunternehmen. Die Befragung fand Anfang 2024 statt.

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