Automatisierung Ein Roboter wird Maurer

Redakteur: Sandro Kipar

Die Universität Duisburg-Essen hat einen Seilroboter vorgestellt, der mauern und mörteln kann. Etwa zwei Jahre haben die Fachleute aus Robotik und Bauwesen an diesem Prototyp gearbeitet.

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Der neue Roboter erinnert an Kameras in Fußballstadien, die ebenfalls an Seilen gespannt sind.
Der neue Roboter erinnert an Kameras in Fußballstadien, die ebenfalls an Seilen gespannt sind.
(Bild: UDE)

Die Automatisierung macht auch vor der Bauwirtschaft nicht halt - und sie bringt bei Fachkräftemangel und schwerer Arbeit auch entscheidende Vorteile mit sich. Ein neuer Roboter, der von der Universität Duisburg-Essen (UDE), dem Institut für Angewandte Bauforschung Weimar und der Forschungsvereinigung Kalk-Sand entwickelt wurde, soll die Zukunft der Baustellen prägen.

Steine versetzen und Stürze einziehen

Der sogenannte Seilroboter soll Maurerarbeiten über mehrere Stockwerke erledigen können. In seiner Funktionsweise und Beweglichkeit erinnert er an Kameras, die an Seilen gespannt in Fußballstadien öfters zu sehen sind, heißt es in der Mitteilung der Universität. Der Seilroboter schaffe es, aus handelsüblichen Kalksandsteinen in einigen Stunden eine ganze Etage zu mauern. Er kann laut der Universität Steine in unterschiedlichen Formaten versetzen, Stürze einziehen und die automatische Bemörtelung übernehmen. Grundlage sei ein BIM-Modell.

Gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen. „Digitalisierung und Automatisierung bilden eine Einheit, die die Baubranche voranbringt. Mit dem Seilroboter wird ein weiterer Baustein gesetzt, um die Herausforderungen in der Bauwirtschaft zu meistern. Technische Lösungen erleichtern die Arbeit, sorgen für schnelles und hochwertiges Bauen und sind ein Beitrag, dem Fachkräftemangel in der Bauwirtschaft entgegenzuwirken“, sagt Bauministerin Ina Scharrenbach.

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