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Netzteile

Einbaunetzteile für Medizin- und Industriebereiche zugelassen

| Redakteur: Rebecca Näther

Die TDK Corporation (TSE 6762) bringt mit dem TDK-Lambda GXE600 ein Einbaunetzteil mit digitalem Interface und analogen Programmiereingängen auf den Markt.

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Das Einbaunetzteil TDK-Lambda GXE600 mit digitalem Interface und analogen Programmiereingängen eignet sich für vielfältige Aufgaben in Medizingeräten und in der Industrie insbesondere im Umfeld der Themen Industrie 4.0 und IoT.
Das Einbaunetzteil TDK-Lambda GXE600 mit digitalem Interface und analogen Programmiereingängen eignet sich für vielfältige Aufgaben in Medizingeräten und in der Industrie insbesondere im Umfeld der Themen Industrie 4.0 und IoT.
(Bild: TDK-Lambda Germany)

Dank eines Wirkungsgrades von bis zu 95 Prozent liefert das konvektionsgekühlte Netzteil 600 W Ausgangsleistung und ist zur Integration in 1 HE Baugruppenträger ausgelegt. Die Breite des Netzteiles erfordert mit 127 mm genau 21 TE des üblichen 19“ Rasters. Das Produkt verfügt außerdem über einen weiten Ausgangsspannungs- und Strombereich, der sowohl über analoge Steuerspannungen (0 bis 6 V) als auch über ein digitales RS-485 Interface mit Modbus-RTU-Protokoll programmiert werden kann.

Netzteil mit vielfältigen Einsatzmöglichkeiten

Mit Zulassungen für den Medizin- und auch den ITE-Bereich – diese bereits nach der aktuellen IEC62368-1 – eignet sich das Netzteil für vielfältige Aufgaben in Medizingeräten und Industriebereichen insbesondere im Umfeld der Themen Industrie 4.0 und IoT. Die Möglichkeit zum Einsatz als programmierbare Spannungs- und/oder Stromquelle erschließt Einsatzfelder in Testsystemen, die bisher mit Laborstromversorgungen ausgerüstet wurden. Mit einer Ausgangsleistung von 600 W bei reiner Konvektionskühlung ist das Gerät weiter für Anwender interessant, die „nur“ besonderen Wert auf eine geräuscharme, lüfterlose Kühlung legen, beschreibt das Unternehmen.

Netzteil mit 24 V oder 48 V Nennausgangsspannung

Zwei GXE-Modelle stehen zur Verfügung, eine mit 24 V Nennausgangsspannung (4,8 bis 28,8 V programmierbar), die andere mit 48 V Nennausgangsspannung (9,6 bis 57,6 V programmierbar). Die Geräte können entweder statisch mit ihrer fixen Nennausgangsspannung betrieben werden oder als programmierbare Konstantspannungs- oder Konstantstrom-Quelle (CVCC) arbeiten. Der programmierbare Spannungsbereich umfasst 20 bis 120 Prozent des Nennausgangswerts, der Strombereich 20 bis 100 Prozent. Ferner können über Modbus-RTU verschiedene Schutz- und Recovery-Parameter sowie Flankensteilheit eingestellt werden. Zudem ermittelt das Netzteil eine geschätzte Restlebensdauer der Elektrolyt-Kondensatoren und speichert die Betriebsstunden und ein Fehlerprotokoll, um damit dem Anwender Informationen zur Fernwartung, Fehlerdiagnose oder präventiven Servicemaßnahmen bereitzustellen.

Netzteile in Zahlen

Die Produkte arbeiten mit einem Weitbereichseingang (85 bis 265 VAC) bei einem Erdableitstrom unter 300 µA und sind standardmäßig mit doppelter Eingangssicherung (L und N) ausgerüstet. Eingangsspannungen kleiner 170 VAC erfordern ein Leistungsderating (500 W bis hinunter auf 100 VAC; darunter 350 W) oder eine forcierte Kühlung. Die zulässige Betriebstemperatur liegt bei -20°C (Startup bei -40 °C) bis 70 °C. Ab 50 °C greift ein lineares Derating auf 50 Prozent Nennlast bei 70 °C. Zur umfangreichen Standardausstattung gehören neben den Schnittstellen und der Programmierbarkeit auch ein isolierter Standby-Ausgang mit 5 V/1 A, Fern-Ein/Aus, isolierte DC-Good- und AC-Fail-Signalausgänge. Für größere Leistungen lassen sich bis zu fünf Geräte parallel schalten. Die Abmessungen sind für ein konvektionsgekühltes Gerät mit 127x41x254 mm (BxHxT) kompakt.

Zulassungen der Netzteile

Die Serie hat eine Garantie von sieben Jahren und verfügt über Sicherheitszulassungen gemäß IEC/EN/US/CSA60601-1, IEC/EN/US/CSA62368-1, IEC/EN/US/CSA60950-1 sowie EN62477-1 (OVC III) und trägt das CE-Zeichen gemäß Niederspannungs-, EMV- und RoHS2-Richtlinien. Die Isolationsspannung beträgt 4000 VAC (2xMoPP) zwischen Ein- und Ausgang, 2000 VAC (1xMoPP) zwischen Eingang und Masse und 1500 VAC (1xMoPP) zwischen Ausgang und Masse, so dass sich die Netzteile im Medizinbereich sowohl für B- als auch für BF-Anwendungen eignen. Die EMV erfüllt die Anforderungen aus der EN55011-B, EN55032-B, FCC Class B, VCCI-B (leitungsgebundene und abgestrahlte Störaussendung) sowie die EN61000-3-2 (harmonische Oberwellen) und die EN60601-1-2, Ausgabe 4 (Störfestigkeit).

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