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Energiemanagement

Einfacher Einstieg: Energieflüsse analysieren und sparen

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Mobiler Messkoffer für leichtes Energiemanagement

Doch selbst wenn der Kunde den Aufwand in der Investitionsphase scheut, weiß Christian Stuckenberger einen Ausweg: mobile Messkoffer. Janitza bietet Messgeräte auch als Einbau in einem robusten Koffer an. Dem Anwender stehen alle Anschlüsse einschließlich einer Schnittstelle zu einem Notebook zur Verfügung. Mitgelieferte Klappwandler erlauben hierbei Strommessungen ohne Eingriff in die Verdrahtung. Stuckenberger erklärt: „Diese Dienstleistung per Messkoffer wollen wir verstärkt anbieten. Besonders für Bestandsgebäude ist dies interessant. Wir können zwar sehr gut einschätzen, welche Maßnahmen z. B. eine Erweiterung erfordert. Wenn der Kunde jedoch unsicher ist, lassen wir über einige Wochen den Messkoffer laufen. Dann können wir objektive Daten präsentieren.“ Die Realisierung des Konzeptes lag in den Händen von Thomas Pongratz, dem Projektleiter von Kappenberger + Braun. Im Lauf eines Jahres waren bis zu 100 Mitarbeiter nur für die Elektroinstallation im Einsatz. Thomas Pongratz kennt sowohl Swiss Life als auch Raible + Partner aus einer langjährigen Zusammenarbeit. „Wir haben im Unternehmen einen eigenen Schaltanlagenbau und machen dort seit Jahren beste Erfahrungen mit Janitza. Wir können dem Kundendienst ein Problem schildern und bekommen die passende Lösung geliefert. Auch der Service ist unbürokratisch und die Qualität stimmt. Bei Swiss Life ist von über hundert Geräten ein einziges ausgefallen. Das wurde sofort ohne Diskussion ersetzt“, sagt Pongratz. Natürlich ist auch er in das Energiemanagement involviert und beschreibt erste Maßnahmen: „Zunächst ist uns aufgefallen, dass die Lüftungen alle zur gleichen Zeit starteten. Das ist oft noch standardmäßig so eingerichtet. Wir haben dies als erste Maßnahme so umprogrammiert, dass die einzelnen Anlagenteile zeitversetzt starten. Dadurch konnten wir erste Spitzen kappen.“ Die Lüftungssteuerung erwies sich dann auch als wertvolle Stellschraube für weitere Sparmaßnahmen, als Frank Urmann zusammen mit Thomas Pongratz die Messdaten analysierte. Er beschreibt den Prozess: „Uns war von Anfang an klar, dass der Sonderbereich Küche und Casino ein großer, separat zu zählender Verbraucher sein würde. Durch die Messdaten konnten wir die Lastprofile dort sehr viel genauer ermitteln, als dies mit einer theoretischen Analyse möglich ist. Im Zeitraum zwischen 9:00 und 11:00 Uhr haben wir den höchsten Verbrauch. Das fangen wir mit der Lüftung ab. Wir können in dieser Zeit deren Leistung problemlos drosseln und so eine weitere Verbrauchsspitze kappen. Durch die Analyse mit der Gridvis sind wir in der Lage, diese Energie ohne Einbußen bei Komfort und Funktionalität zu sparen.“

Der überschaubare Mehraufwand für die Messtechnik hat sich bei Swiss Life bezahlt gemacht. Das Unternehmen spart Geld ohne ein aufwändiges Energiemanagement oder Lastabwurfschaltungen. Nachdem die Messungen den Tagesablauf energietechnisch vorhersagbar gemacht hatten, musste Frank Urmann nur die Zeitsteuerung der Lüftung anpassen, um teure Lastspitzen zu vermeiden.

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* *Martin Witzsch, freier Journalist

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