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Elektrifizierung der Tiefsee unter extremem Druck

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Nach der "Folterkammer" kommt die ewige Finsternis

Wenn alle Bauteile die Tests im Labor bestanden haben, werden sie zu einer Netz-Komponente zusammengesetzt und fest auf einem Träger verschraubt. Die Plattform ist dabei mit Zinkplatten versehen, die Korrosion durch das Salzwasser verhindern sollen. Darüber kommt das Gehäuse. Einen ersten Tiefsee-Transformator haben die Ingenieure bereits fertiggestellt. Auch sein erstes Bad im Meer hat der Container schon hinter sich – wenn auch nur testweise, im Trondheimer Hafenbecken. Noch im wollen Lystad und sein Team die 35 Tonnen schwere Schaltanlage montieren; in der Halle neben dem Druck-Labor steht der halbfertige Koloss wie ein U-Boot im Trockendock. Bis Ende 2014 soll der Frequenzumrichter, der die Ölpumpen oder Gasverdichter mit der richtigen Betriebsspannung versorgt, das Licht der Welt erblicken – das Ungetüm wird rund 100 Tonnen auf die Waage bringen. „Danach kombinieren wir alle drei zu einem Netzwerk und machen den finalen Test“, sagt Lystad. Dabei werden die Systeme das erste Mal in die ewige Dunkelheit hinuntergelassen.

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