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Der Jahresstromverbrauch für Hallenbeleuchtung betrug etwa 700000 kWh, der Anteil der Hallenbeleuchtung am Gesamt-Jahresstromverbrauch lag bei etwa 30%. Zwar waren dimmbare elektronische Vorschaltgeräte installiert, jedoch ungenutzt oder falsch geschaltet. Zitzmann stellte eine Lichtstärke von bis zu 3000 lx unterhalb der Dachfenster bei bewölktem Himmel fest.
Stufenlose Licht-Regelung als Stromkostenkiller
Im Fokus der Energieberatung standen zunächst die zehn Lichtbänder, die ungeregelt einen Jahresbedarf von etwa 450000 kWh verursachten. Abhilfe versprach eine stufenlose Licht-Regelung in Abhängigkeit vom Außenlicht. Der Energieberater identifizierte dadurch ein Einsparpotenzial von einem Drittel des Bedarfs, also zirka 150000 kWh/a.
Um das Ziel zu erreichen, wurden Helligkeitssensoren an geeigneten Stellen eingebaut, ungeeignete Dimmer abgeschaltet und die Ansteuerung geändert. Noch nicht durchgeführt wurde der Austausch der Leuchtstoffröhren gegen ECO-Ausführung (51 W statt 58 W) und eine Reinigung der Lampenkörper. Dennoch konnten mit Investitionen von etwa 10000 Euro bisher 130000 kWh Energie pro Jahr gespart werden, die Investition hat sich in nicht einmal einem Jahr amortisiert.
Ein weiterer großer Energiefresser sind Pumpensysteme und Druckluft. „Bei der Erzeugung von Druckluft entsteht sehr viel Abwärme“, erläutert Goelz. Rund 90% des Stromverbauchs eines Kompressors sei Abwärme, die meistens ungenutzt entsorgt wird.
Bei der Neuanschaffung von Druckluft-Maschinen auf erforderlichen Betriebsdruck achten
Durch den Einbau von Wärmetauschern könnten je nach Anlagendimension große Mengen an Wärme mit etwa 80 °C für Heizung und Warmwasser eingesetzt werden. Eine solche Investition amortisiere sich in einem halben bis drei Jahren.
Das Druckluftniveau im System sollte zudem so gering wie möglich sein, ideal ist laut Goelz ein 6-bar-Netz. Jedes weitere Bar steigere den Energieverbrauch um zirka 6 bis 8%. „Daher muss man bei der Neuanschaffung von Maschinen auf den erforderlichen Betriebsdruck achten. Auch sollte das System regelmäßig auf Leckstellen hin untersucht werden“, empfiehlt der Energieberater. Solche Umsicht wird mit einem sofortigen ROI belohnt.
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