Energieeffizienz

Energiesparen kann so einfach sein

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Auch bei Kompressoren lässt sich oft einiges herausholen, wie Zitzmann anhand eines Beispiels erläutert: Die Kompressoren in einem Betrieb hatten in einem ansonsten guten Druckluftnetz energetisch einen schlechten Wirkungsgrad und einen hohen Energieverbrauch. Die Kompressorenvariante ermöglichte nur einen Leerlauf oder einen Lastlauf. In beiden Phasen wird Energie aufgenommen, wobei die Kompressoren die meiste Zeit im Leerlauf betrieben werden und erhebliche Mengen an Energie verbrauchen.

Damit kam der Betrieb auf einen Druckluft-Spitzenverbrauch in der Liegenschaft von zirka 65 l/s (3,9 m³/min). Der Kompressor stellte 115 l/s (7,10 m³/min) zur Verfügung – ein permanenter Last-Leerlauf-Betrieb war die Folge. Hinzu kam ein hoher Energieverbrauch beim Anlauf des Motors, bis zum Achtfachen des normalen Betriebsstroms bei Volllast.

Drehzahlgeregelte Schraubenkompressoren sind wirtschaftlicher

Um die Druckluft wirtschaftlicher zu erzeugen und die Betriebssicherheit auch bei zukünftig höherem Druckluftbedarf aufrecht zu erhalten, wurde der Austausch der Last-Leerlauf-Kompressoren gegen drehzahlgeregelte Schraubenkompressoren empfohlen. „Durch den Austausch ließen sich die Energiekosten um durchschnittlich 35% senken. Die Kosten des Kompressors ließen sich über die gesamte Lebensdauer um durchschnittlich zirka 20% reduzieren“, berichtet der Energieberater. Mit einer Investition von 39000 Euro ließ sich so eine jährliche Einsparung von 50000 Euro erreichen.

Betriebskosten wichtiger als Anschaffungspreis

Ebenfalls viel Energie kosten Pumpensysteme, wie Goelz erläutert. Oft falsch ausgelegt oder zur Sicherheit bewusst überdimensioniert, würden diese im Laufe ihrer Lebensdauer im Verhältnis zu ihren Anschaffungskosten ein Vielfaches an Energiekosten verursachen. Drehzahlgeregelte Pumpen reduzierten den Energieverbrauch um bis zu 90% und würden sich in einem halben bis fünf Jahren amortisieren.

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