Reichle & De-Massari (R&M) Europa im Glasfaser-Zeitalter
Europa steht an der Schwelle zum Glasfaser-Zeitalter. „Das Jahr 2009 markiert den Beginn einer neuen Ära“, stellt der Schweizer Verkabelungsspezialist Reichle & De-Massari fest und sieht „Fiber To The Home“ als Massenmarkt von morgen. Zahlreiche Netzbetreiber, Stadtwerke und Kommunen haben nämlich in den vergangenen Monaten eine Investitionswelle ins Rollen gebracht.
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Sie wollen die Haushalte und Geschäftsgebäude weitgehend mit Glasfaseranschlüssen versorgen, denn die alte Kupferverkabelung reicht als Zugang zu den Kommunikationsnetzen bald nicht mehr aus. Der wachsende Internet-Datenverkehr, neue Onlinedienste und multimediale Angebote erfordern immer mehr Bandbreite und bessere Übertragungstechnik. Nach heutigem Kenntnisstand benötigt man im Festnetz eine durchgängige Glasfaserverkabelung, um Übertragungsraten oberhalb von 50 Megabit pro Sekunde realisieren zu können. Die Lösung, die viele Standorte anstreben, heißt FTTH oder Fiber To The Home - Glasfaser von der Zentrale bis zur Wohnung. Europaweit finden derzeit nahezu wöchentlich Foren, Workshops und Konferenzen zum Thema FTTH statt. Überall bestätigen Experten, dass Kupferverkabelung bald überholt ist. Das Marktforschungsunternehmen Heavy Reading hat ermittelt, dass sich die Zahl der europäischen FTTH-Haushalte von 2009 bis 2013 mehr als verfünffachen wird – von knapp vier Mio. auf über 20 Mio..
Pluspunkte: Lebensqualität, Arbeitsplätze, Standortvorteil

„Fiber To The Home ist kein Wunschdenken, sondern eine logische Konsequenz des Wachstums der Internetanwendungen“, sagt R&M-CEO Martin Reichle. FTTH bedeute eben Lebensqualität – zum Beispiel, dass man seinen vier Gigabyte großen Urlaubsfilm fast genauso schnell ins Internet heraufladen kann, wie man einen Spielfilm herunterladen kann – in weniger als zehn Minuten. Will man mehrere Multimedia-Computer, Spielekonsolen, hochauflösende HDTV-Fernseher mit Internetanschluss und weitere vernetzte Systeme in einem Haus nutzen, kann letztlich nur eine hochwertige Glasfaserinfrastruktur die nötige Bandbreite, Sicherheit und Übertragungsqualität bieten.
Bildungs- und Gesundheitswesen, Heimarbeit, Wohnungswirtschaft, Dienstleistungen und öffentliche Verwaltung können von FTTH- bzw. Ultrabreitband-Infrastrukturen profitieren, sagt eine Ovum-Studie, die im Februar auf dem Kongress des FTTH Council Europe in Kopenhagen vorgestellt wurde. Durch den Ausbau der Breitband-Netze in Europa können bis zum Jahr 2015 bis zu zwei Mio. neue Arbeitsplätze geschaffen werden, hat die deutsche Beratungsgesellschaft WIK-Consult in einer 2008 für die EU-Kommission erstellten Studie herausgefunden. Breitband-Ausbau und die Nutzung von Online-Anwendungen müssten aktiv vorangetrieben werden, dann könnten insbesondere ländliche Regionen ein nachhaltiges Wachstum erzielen. Roland Kohler, Leiter der R&M Business-Unit Public Networks, sieht sich bestätigt: „Ein leistungsfähiges Glasfasernetz zählt künftig zur Schlüsselinfrastruktur jedes Wirtschaftsstandortes. R&M ist überzeugt, dass der Glasfaseranschluss für Wohn- und Geschäftsgebäude der nächste Massenmarkt nach dem DSL-Boom sein wird.“
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