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Fahrplan für die Energieeffizienz

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Reiner Dienstleister als Kümmerer für alles

Andreas Brünger von Expense Reduction Analysts ist Vertreter der anderen Gruppe im Effizienz-Gewerbe. Als reiner Dienstleister fährt er einen ganzheitlichen Ansatz. Seine Arbeit beinhaltet vier Teilbereiche: Den Energieeinkauf, die Steuern- und Abgabenoptimierung (beispielsweise Stromsteuern oder Netznutzungsgebühren), die technische und wirtschaftliche Betrachtung von energetischen Maßnahmen sowie der Aufbau eines Energiemanagementsystems nach zum Beispiel ISO 50001 (ohne Zertifizierung). Der Anspruch ist also sehr hoch, was aber laut Brünger den Anbietermarkt überschaubar macht. Er muss den Überblick behalten über alle Aspekte. „Alles hängt zusammen. Wenn ich an einer Schraube drehe, dann bewegen sich die anderen.“ Die Vielzahl seiner Kunden bringt ihm unterschiedliche Erfahrungen ein, die er bei den anderen Kunden einbringen kann. Der Energiemanager beschreibt sich selbst als „Kümmerer für die Themen, der mit der Unternehmensführung zusammenarbeitet, aber nicht auf der Gehaltsliste steht.“ Als unabhängiger Berater fügt Brünger die unterschiedlichen Bereiche zusammen. Oft hätten Unternehmen keine eigenen Mitarbeiter, die die Aufgaben fachgerecht lösen können und sich in allen Bereichen genug auskennen.

Ganzheitliche Betrachtung spart Kosten

Egal ob Hersteller oder Dienstleister, ein flächendeckendes Energiemanagement über alle Bereiche lohnt sich. „Umfassend macht's für die einzelnen Teilaspekte im Verhältnis billiger“, weiß Andreas Brünger. Auch die Dena teilt diese Ansicht. „Im Gegensatz zu einer Energieberatung, bei der ein punktuelles Bild der energetischen Situation eines Unternehmens geliefert und einmalig Energieeffizienzmaßnahmen abgeleitet werden, erfolgt beim Energiemanagement eine systematische Verankerung der Energieeffizienzsteigerung in den betrieblichen Prozessen. Ein gelebtes und konsequent betriebenes Energiemanagement macht die Energiekosten transparent und bietet somit die Chance, kontinuierlich Energieeffizienzpotenziale aufzudecken, zu bewerten und umgesetzte Maßnahmen zu evaluieren“, erläutert Annegret-Claudine Agricola. Die Unterstützung durch einen Energiemanager stellt laut Brünger den ersten Schritt auf dem Weg zu mehr Energiekosten in Deutschland dar. Der Gesetzgeber verlangt eine kontinuierliche Reduktion des spezifischen Energieverbrauchs. Bei wechselnden Produktionsprozessen, bei denen der Energieeinsatz schwankt, lässt sich das aber nur schwer beziffern. Zu viel Bürokratie bildet dabei noch ein Hindernis.

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