Bleifrei heißt nicht schadstofffrei

Flexible Absaugsysteme entfernen potenziell schädlichen Lötrauch am Arbeitsplatz

Seite: 3/3

Anbieter zum Thema

Ökonomische Lösungen für größere Flächen

Für die Absaugung größerer Flächen eignen sich die Flächen-Absaugsysteme von Weller. Diese Systeme arbeiten mit Niedervakuum und Absaugdüsen mit größeren Querschnitten von bis zu 60 mm. Mit nur einem Absaugarm kann so der Rauch mehrerer Lötkolben unter einer Haube abgesaugt werden. Diese Lösung ist besonders wirtschaftlich und erfordert keine Veränderungen an den verwendeten Lötkolben. Die Zentraleinheiten lassen sich individuell für zwei, vier oder acht Plätze installieren. Die einfachen Zweiplatzlösungen sind mit oder ohne Geschwindigkeitsregelung und Fernbedienung erhältlich. Sie sind mit einem Filter der Klasse H12 ausgestattet, der nach Verschleiß auch gegen einen H13-Filter getauscht werden kann. An den Typ WFE 2S können bis zu vier Absaugplätze angeschlossen werden. Darüber hinaus bietet das Gerät eine Drehzahlregelung, eine Filterstandskontrolle über Differenzdruckmessung, eine RS232-Schnittstelle sowie einen hochwertigen H13-Filter. An der 8-Platz-Lösung WFE 4S sind zusätzlich verschiedene Modi auswählbar. So lässt sich z.B. beim Abschalten einzelner Plätze die Drehzahl automatisch reduzieren.

Absperrventile an den Absaugarmen ermöglichen bei allen Modellen das Einstellen individueller Strömungsgeschwindigkeiten. Dank einheitlicher Kupplungen können zudem unterschiedliche Absaugarme wie z.B. Düsen mit nur 32 mm Durchmesser zum Absaugen von Lötrauch unter einem Mikroskop sowie Rund-, Trichter- oder Tischsaughauben installiert werden.

Bildergalerie

Messreihe zeigt Wirksamkeit der Lötrauchabsaugung

Eine Messreihe zur Schadstoffbelastung mit bleifreien Loten, die Weller gemeinsam mit der Berufsgenossenschaft Feinmechanik Elektrotechnik Köln durchgeführt hat, belegt eindeutig die Wirksamkeit einer Lötrauch-Absaugung. Gemessen wurden dabei die Belastungen durch Feinstäube der alvoelengängigen Fraktionen sowie Zinn, Silber, Kupfer, Indium und Formaldehyd in Messreihen mit unterschiedlichen Loten mit und ohne Lötrauchabsaugung.

Die ermittelten Messergebnisse zeigen, dass der Arbeitsplatz-Grenzwert (AGW) für Feinstaub von 3 mg/m3 ohne Absaugung bei allen getesteten Loten überschritten wurde (Faktor 1,10 bis 17,45). Im Abluftstrom der Lötrauch-Absaugung Weller WFE 2S wurden dagegen nur Schadstoffwerte unterhalb der Bestimmungsgrenze nachgewiesen. Für Zinn und seine Verbindungen lagen die Konzentrationen bei allen Betriebszuständen <10 Prozent des AGW von 2 mg/m3. Bei Formaldehyd wurden insgesamt vier der Messergebnisse mit Konzentrationen <10 Prozent des AGW von 0,37 mg/m3 gemessen.

„Unabhängig davon, wie die Gesetzgeber einzelner Länder die Grenzwerte für Schadstoffbelastungen am Arbeitsplatz festlegen, lässt sich eindeutig feststellen, dass eine Lötrauchabsaugung die Qualität eines Arbeitsplatzes deutlich verbessert“, sagt Thorsten Seifert. „Nicht umsonst empfehlen schon heute die Berufsgenossenschaften den Einsatz von Absaugsystemen. Entsprechende gesetzliche Regelungen, wie es sie ja beispielsweise zum Nichtraucherschutz für das Rauchen am Arbeitsplatz schon gibt, sind vermutlich nur eine Frage der Zeit.“

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:376453)