Mensch-Maschine-Schnittstelle

HMI-Software ermöglicht einfaches Nachvollziehen von Bedienaktionen und Konfigurationsänderungen

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Benutzerverwaltung individuell einstellbar

Um Bedienaktionen an einem HMI-Gerät überhaupt nachvollziehen zu können, muss der Zugang dazu durch Eingabe eines Benutzernamens und kennworts geschützt werden. Üblich ist dabei ein hierarchischer Zugriff, beispielsweise für bestimmte Bedienaktionen bzw. ausgewählte Bedienergruppen. Dieses Visualisierungssystem enthält bereits solche Basisfunktionalitäten für das Einrichten einer lokalen Benutzerverwaltung auf einem Bediengerät. Damit lässt sich der Zugriff auf Maschinenfunktionen einfach projektieren, indem z. B. beim Betätigen einer Schaltfläche zur Laufzeit eine Abfrage von Benutzername und Kennwort erfolgt.

In Systemen mit mehreren Bediengeräten kann eine zentrale Benutzerverwaltung/-pflege mit dem in der Simatic-Welt bereits etablierten Simatic Logon (hier als Option) auf einem Windows-PC im Netzwerk von Vorteil sein. Dabei werden die Ressourcen und Mechanismen des Betriebssystems einbezogen.

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Über kurz oder lang – Datenarchivierung ist die Basis

Bedienaktionen nachvollziehen, Produktionsbedingungen kontrollieren, Störungen auf den Grund gehen und Prozesse optimieren zu können, setzt die Erfassung und Archivierung der dafür relevanten Daten voraus. WinCC flexible bietet dafür verschiedene Möglichkeiten:

  • •Audit Trail – für Bedienaktionen wie An- und Abmelden, Ändern von Prozesswerten, ...
  • •Prozesswertarchiv – für Prozesswerte wie Temperaturen, Drücke, Drehzahlen, …
  • •Meldearchiv – für Betriebs-, Stör-, System- und Diagnosemeldungen.

Der Audit Trail ist eine automatisch vom System generierte, chronologisch geordnete Datei zum Nachweis von Bedienaktionen. Darin werden sämtliche Bedienhandlungen aufgezeichnet, u. a. An- und Abmeldungen, Änderungen an der Benutzerverwaltung, das Anlegen, Ändern, Speichern und Transferieren von Rezepten, das Quittieren von Meldungen oder systemrelevante Aktionen wie das Starten, Stoppen und Kopieren von Archiven. Eine der wichtigsten Audit-Funktionen ist jedoch das automatische Aufzeichnen von Änderungen an Prozesswerten durch einen Bediener in der Audit Trail-Datei. Realisiert wird dies durch einfaches Aktivieren der Eigenschaft „GMP -relevant“ an der Variablen beim Projektieren.

„Elektronische Unterschrift“

Ist diese Eigenschaft gesetzt, werden bei Änderungen der Altwert, der Neuwert und der jeweilige Bediener im Audit Trail erfasst. Darüber hinaus können Prozesswertänderungen mit einem Kommentar versehen oder durch eine „elektronische Unterschrift“ (Benutzername und Kennwort) explizit bestätigt werden. Auch diese Informationen werden dann im Audit Trail festgehalten. Damit lässt sich jederzeit sehr einfach nachvollziehen, wer wann was aus welchem Grund getan hat.

Zyklisch mit Zeitstempel erfasste und archivierte Prozesswerte lassen sich als Prozesswertkurven darstellen und auch im Nachhinein komfortabel miteinander vergleichen. So werden Abweichungen vom Soll bzw. Unregelmäßigkeiten im Prozess schnell erkannt und es lassen sich gezielt

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