Mensch-Maschine-Schnittstelle

HMI-Software ermöglicht einfaches Nachvollziehen von Bedienaktionen und Konfigurationsänderungen

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Gegenmaßnahmen einleiten.

Abgerundet werden die in der Regel als Ganzes genutzten Möglichkeiten der Rekonstruktion durch die Analyse von Betriebs-, Stör-, System- und Diagnosemeldungen aus dem Meldearchiv eines Bediengerätes.

Geschützt vor nachträglicher Manipulation

Die Variablenarchive können in gängigen Dateiformaten lokal auf einer Speicherkarte im Bediengerät oder auf einem Netzlaufwerk gespeichert werden, wobei sich fortlaufende Archive mit einer Prüfsumme vor Veränderung schützen lassen (optional).

Sowohl die Audit Trail- als auch die Prozesswert- und Meldearchiv-Dateien sind durch die optional erzeugte Prüfsumme für jeden einzelnen Eintrag vor nachträglichen Manipulationen geschützt. Sie können einfach exportiert und mit Hilfe des Tools „Audit Viewer“ eingesehen werden.

Damit lässt sich auch einfach überprüfen, ob Änderungen an den Archivdaten gemacht wurden. Ein „grünes Licht“ im Audit Viewer signalisiert auf den ersten Blick, dass die Prüfsumme stimmt und die Dateien dem unveränderten Originalzustand entsprechen.

Langzeitarchivierung möglich

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Was in der Pharmaindustrie schon länger gängige Praxis ist, wird auch in der Lebensmittelbranche und immer häufiger in weiteren Industrien des klassischen Maschinenbaus gefordert: der Nachweis von Produktionsdaten auch noch nach Jahren. Auch dafür bietet die Siemens-Software verschiedene Möglichkeiten. Produktionsdaten können auf verschiedene Weise langzeitarchiviert werden: vom klassischen Ausdruck über die Speicherung auf gängigen Medien oder einem zentralen Archivserver bis hin zur Übernahme in ein überlagertes SCADA-System wie Simatic WinCC oder in Office-Anwendungen wie Microsoft Excel. Daraus ergeben sich weitere, sehr vielfältige Möglichkeiten der Darstellung, der Interpretation und der Nachvollziehbarkeit.

Projektierungsänderungen lückenlos nachvollziehen

Eingriffe ins Engineering-Projekt einer Applikation nachvollziehen zu können, ist Ziel und Aufgabe der Option „ChangeControl“. Damit werden alle Veränderungen an einem Projekt automatisch lückenlos und manipulationssicher aufgezeichnet, dokumentiert und in tabellarischer Form übersichtlich visualisiert. So erkennt man beispielsweise Abweichungen vom Auslieferungszustand des Projektes beim Endkunden sehr schnell und kann eventuelle Änderungen wieder rückgängig machen.

„White Paper“ zeigt Möglichkeiten

Dass sich mit diesem Visualisierungssystem mit geringem Zusatzaufwand selbst die hohen Anforderungen der Food & Drug Administration (FDA), der US-amerikanischen Behörde für Lebensmittelüberwachung und Arzneimittelsicherheit, erfüllen lassen, unterstreicht Siemens mit einem im Internet erhältlichen sog. „White Paper“. Darin sind die Anforderungen des Artikels FDA 21 CFR Part 11 den Möglichkeiten unter WinCC flexible anschaulich gegenübergestellt.

Dipl.-Ing. (FH) Andreas Schneegans, Product Manager Simatic HMI Software, Siemens Industry, Nürnberg

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