Von Profibus auf Profinet umsteigen

In null Komma nichts auf Profinet IRT migrieren

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Eine IRT-fähige Lösung anstreben

Profinet IRT wurde ursprünglich definiert, um die Anforderungen einer synchronisierten Steuerung von vielen dezentralen Geräten (Antrieben, Sensoren, Aktoren etc.) zu erfüllen, wie sie typisch in komplexen, schnelllaufenden Anlagen zum Einsatz kommen. Eine genaue Planung der Kommunikation zusammen mit einer präzisen Zeitsynchronisierung über die verschiedenen Geräte im Netzwerk ermöglicht eine Steuerung der Geräte zeitgenau bis in den Mikrosekundenbereich.

Ein Nebeneffekt ist, dass immer eine garantierte Bandbreite für die Kommunikation mit einem Profinet IRT-Gerät verfügbar ist – selbst unter Worst-Case Netzlast-Bedingungen. Aus Expertensicht ist dies ein großer Vorteil in sicherheitsrelevanten Anwendungen. Was dazu führt, dass IRT auch in Profinet-Anwendungen genutzt wird, die diese Synchronisierungs- und Echtzeit-Fähigkeiten nicht wirklich benötigen. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass Profinet-Geräte, die für sich gesehen nicht wirklich IRT benötigen, in der Lage sein müssen, IRT zu unterstützen, wenn sie in einer IRT-Umgebung zum Einsatz kommen. Es spricht also einiges dafür, eine IRT-fähige Lösung anzustreben, selbst wenn keine unmittelbare Notwendigkeit dafür besteht. Aber welchen Preis muss man dafür zahlen?

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Was kostet IRT?

Der Preis, der für IRT zu zahlen ist, setzt sich aus zwei Komponenten zusammen:

  • Eine unmittelbar kommerzielle Komponente, denn ein Chip für Profinet IRT ist teurer als einer für Profinet RT, und die Lizenzgebühren für einen IRT-fähigen Stack können höher sein als die für einen RT-fähigen Stack.
  • Eine mittelbar kommerzielle Komponente, da IRT die Entwicklung schwieriger macht, die Markteinführungszeit verlängert und die Zertifizierung des Endproduktes komplexer machten könnte.

Der erste Punkt ist offen gesagt unvermeidlich, doch die zweite Komponente lässt sich auf Null reduzieren, wenn man die richtigen Entscheidungen trifft.

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