SFKL Innovationstag Industrie 4.0: Wo wir stehen und wo die Reise hingeht

Quelle: Smart Factory KL 2 min Lesedauer

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Wie weit das Konzept der Industrie 4.0 inzwischen in der Gegenwart angekommen ist, zeigte die Technologie-Initiative Smart Factory KL während ihres Innovationstages 2024. An sechs Stationen wurden Technikbeispiele vorgeführt, die für die Umsetzung des Konzepts stehen.

Interoperabilität, Digitale Zwillinge, Mensch-Maschine-Interaktion, Digitales Services im Datenraum – das alles sind Beispiele für reale Umsetzungen des Begriffs Industrie 4.0. Hier zu sehen am Beispiel des Projekts „Twin 4 Trucks“ von Daimler Truck und der SFKL.(Bild:  Smart Factory KL)
Interoperabilität, Digitale Zwillinge, Mensch-Maschine-Interaktion, Digitales Services im Datenraum – das alles sind Beispiele für reale Umsetzungen des Begriffs Industrie 4.0. Hier zu sehen am Beispiel des Projekts „Twin 4 Trucks“ von Daimler Truck und der SFKL.
(Bild: Smart Factory KL)

Zwei Touren zeigten unter dem Dach des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kaiserslautern Schlüsseltechnologien, die von Forschenden und Unternehmen gemeinsam entwickelt wurden. Tour 1 hieß „Industrie 4.0 in der Anwendung“ und behandelte die Themen: Produktionssteuerung, Interoperabilität und Cobots. Tour 2 nannte sich „Vision 2030 – Technologien für morgen“ mit den Schwerpunkten SFKL-Nodeset, Digitale Services, Forschung & Industrie. „Uns war es dieses Jahr wichtig zu zeigen, dass I40 stellenweise Realität ist. Wir befinden uns in der Ära der Anwendung“, so Pressesprecher Dr. Ingo Herbst.

Beispiel Interoperabilität

Am so genannten TSN-Hochzeitsmodul wurde Interoperabilität thematisiert. Dabei synchronisierten die Experten der Smart Factory Kaiserslautern (SFKL) eine Linearachse von Rexroth und einen Roboterarm von Yaskawa. Die größte Herausforderung bei der Synchronisation liegt laut Researcher Thomas Barth in der performanten und deterministischen Vernetzung beider Systeme, um anspruchsvolle Motion-Anwendungen realisieren zu können.

Offene und erweiterbare Steuerungsarchitekturen vereinfachen diese Vernetzung erheblich. So war an dieser Station auch der Wandel der SPS-Architektur zu sehen und die Besucherinnen und Besucher konnte nachvollziehen, wie ein monolithischer Aufbau mit steuerungsspezifischem Betriebssystem durch ein Microservices-System ersetzt wird, das auf einer Container Engine, einem General-Purpose Operating-System und einer General-Purpose Hardware basiert.

Beispiel Digitaler Zwilling

Christoph Fischer vom DFKI, mit dem die SFKL eng verzahnt ist, arbeitet mit dem Thema Intralogistik und 5G. Dabei fuhr ein autonomer Roboter in einer Halle herum, was parallel in Echtzeit als digitaler Zwilling auf einem Bildschirm zu sehen war. Die Positionierung des Roboters sei extrem genau, kleiner ein Millimeter, erklärte Fischer.

Gedacht sei das für Spezialanwendungen, bei denen es auf absolute Präzision ankommt. Zudem könne man hieran gut zeigen, wie ein digitaler Zwilling arbeitet. Dazu schob er dem Roboter auf dem Bildschirm eine virtuelle Kiste in den Weg. Der Roboter stoppte, obwohl offensichtlich kein reales Hindernis im Weg stand. „Digitale Zwillinge sparen Zeit und Geld, wenn es darum geht, technische Neuerungen auszuprobieren oder auch Abläufe zu simulieren“, fasste Fischer zusammen.

Wissenschaft, Politik und Unternehmen

Die drei Keynotespeaker betonten in ihren Beiträgen den Schulterschluss von Forschung, Politik und Wirtschaft. Für das Wirtschaftsministerium beschrieb Dr. Martin Hummrich die schwierigen Zeiten, sieht die SFKL aber als Leuchtturm für die Industrie. Dem schlossen sich Dr. Jochen Köckler von der Deutschen Messe AG und Prof. Martin Ruskowski von der SFKL an. Zudem betonten sie die Wichtigkeit der Hannover Messe als Fenster zur Welt der deutschen Industrie, sowie die Innovationsfähigkeit der Ingenieure, wobei auch deutlich wurde, dass Investitionen notwendig sind, um den Standort Deutschland in sicheres Fahrwasser zu lenken.

Am Tag vorher hatten die Kommunikatorinnen und Kommunikatoren aus dem Netzwerk den sogenannten "SFKLstoryHUB" gegründet, um zukünftig gemeinsam die erarbeiteten Inhalte besser multiplizieren zu können und die konstruktive Zusammenarbeit zu fördern.

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