Künstliche Intelligenz (KI)
KI + Industrie 4.0 = Industrie 5.0

Von Ralf Steck 4 min Lesedauer

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Mit Industrie 4.0 wurde die Fertigung anpassungsfähig, mit KI fängt sie an, zu denken – und damit sind wir bei Industrie 5.0. An der Spitze der aktuellen Forschung arbeitet das Fraunhofer IKS an der Umsetzung in die Praxis.

„Um weiterhin vorne im internationalen Vergleich zu bleiben, ist es von entscheidender Bedeutung, weiterhin in neue Produktionskonzepte zu investieren, diese zu entwickeln und zu adaptieren“, findet Dr. Gereon Weiß, Abteilungsleiter Automation Systems am Fraunhofer IKS. (Bild:  Fraunhofer-Institut für Kognitive Systeme IKS)
„Um weiterhin vorne im internationalen Vergleich zu bleiben, ist es von entscheidender Bedeutung, weiterhin in neue Produktionskonzepte zu investieren, diese zu entwickeln und zu adaptieren“, findet Dr. Gereon Weiß, Abteilungsleiter Automation Systems am Fraunhofer IKS.
(Bild: Fraunhofer-Institut für Kognitive Systeme IKS)

Automatisierung war über viele Jahre eine komplexe Aufgabe, die einen Prozess zwar wiederholbar und ohne menschlichen Eingriff gestaltet. Allerdings schränkte die Automatisierung die Flexibilität des Prozesses bisher meist stark ein. Ein typisches Beispiel für diese Art der Automation ist der Rundtakttisch: Hier werden Produktionsschritte an mehreren Stationen nacheinander ausgeführt. Gesteuert wird die Anlage durch ein Kurvenrad, das mechanisch die einzelnen Stationen ansteuert. Eine solche Anlage kann sehr hohe Taktzahlen erreichen, muss aber beim Umrüsten auf ein anderes Produkt oder einen anderen Prozess weitgehend umgebaut werden.

Industrie 4.0 ermöglicht es nun, mithilfe digitaler Technologien eine Automatisierung flexibel zu gestalten. So lassen sich auch sehr kleine Losgrößen ohne Umbau, sondern lediglich durch ein neues Steuerprogramm auf einer Anlage produzieren. Sensoren erkennen beispielsweise, welches Teil aktuell zugeführt wird und die Maschine stellt sich selbst auf den passenden Produktionsablauf ein. Das bedeutet: Mehr Varianten auf einer Anlage und damit mehr Flexibilität. Aber am Ende lassen sich natürlich nur Prozesse abarbeiten, die vorher definiert wurden.

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