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Ausgeklügeltes System
Die Tunnelbohrmaschine bewegt sich durch das Vorpressen des Schneirads gegen das Erdreich nach vorn. Beim Bau der Wehrhahn-Linie wird das Hydroschild-Verfahren zum Bodenabbau und Stützen der Ortsbrust – also der Stelle des Tunnels, an der Vortrieb stattfindet - genutzt. Das rotierende Schneidrad löst den Boden, der dann mit einer Stützflüssigkeit auf Basis von Bentonit an die Erdoberfläche transportiert wird. Die Bentonit-Suspension verstärkt den Boden vor dem Schneidrad, vermischt sich mit der Erde und wird im nächsten Schritt über die Förderleitung aus dem Tunnel zu einem Lagerplatz gepumpt. Eine Separieranlage trennt anschließend Erdreich und Bentonit und pumpt die Stützflüssigkeit zurück zum Bohrkopf. Die Bodenanteile werden dann deponiert.
Verfahren per Joystick
Im Schutz des Schildschwanzes wird der Tunnel ringweise im einschaligem Tübbing-Ausbau hergestellt. Für den weiteren Vortrieb stützt sich die Schildmaschine auf dem zuletzt gelegten Ring ab und presst den Schildkörper bei gleichzeitigem Abbau des Bodens um die Länge eines Rings - in diesem Fall 1,50 m - weiter. Der Bereich zwischen Tunnelaußenseite und umliegendem Boden wird mit Mörtel verfüllt. Die Schienen für die U-Bahn enden in der Tunnelbohrmaschine, sodass die Tübbings bis an den Ort gefördert werden können, wo sie eingesetzt werden. Ein Ring besteht dabei aus sieben Tübbings, die maximal sechs Tonnen wiegen können und per Steuerpult und Joystick an die richtige Position verfahren werden.
Zuverlässig im 24-Stunden-Betrieb
Der eigentliche Vortrieb erfolgt im 24-Stunden-Betrieb von Montagmorgen bis Samstagmorgen. Die Baustelle arbeitet somit rund um die Uhr, wobei die Abfuhr des Bodens auf die Zeit zwischen sechs und 22 Uhr beschränkt ist. Im Regelbetrieb nehmen die Mitarbeiter während des Wochenendes, wenn kein Vortrieb gefahren wird, Reparatur- und Wartungsarbeiten vor. „Nur auf diese Weise sowie mit zuverlässigen Komponenten und Systemen kann der ambitionierte Zeitplan eingehalten werden“, erläutert Philipp Leurs, bei VMT als System Engineer Tunnelling tätig.
Phoenix Contact
Dipl.-Ing. Dietmar Knecht, Produktmarketing IPC/HMI, Phoenix Contact Electronics GmbH, Bad Pyrmont
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