Walzwerke Industrielle Messsysteme profitieren von EtherCat
Auch in widrigen Umgebungen muss die Prozessführung exakt sein. Herausforderungen, denen sich IMS mit industriellen Messsystemen stellt. Die Basis dafür: ein Baukastensystem, das von der leistungsfähigen und durchgängigen EtherCat-Technologie profitiert.
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IMS Messsysteme ist einer der weltweit führenden Hersteller von Isotopen-, Röntgen- und optischen Messsystemen für den industriellen Einsatz in der Stahl-, Aluminium- und Metallindustrie. Der große Vorteil der IMS-Anlagen liegt darin, dass sie kundenspezifisch konzipiert werden und damit die individuellen Anforderungen exakt erfüllen. Hinzu kommen der hohe Qualitätsanspruch und der umfassende Service. Dazu Peter Bierwolf, Teamkoordinator Entwicklung Software bei IMS: „Wir haben den Anspruch, dem Kunden nicht nur einfach ein Messsystem zu liefern, sondern wir bieten eine Menge Support an. Schließlich ist das Messsystem integriert in die Anlage, d. h. die Produktion kann häufig nur laufen, wenn auch das Messsystem funktioniert. Ein in messtechnischer wie in elektrischer Hinsicht kundenspezifisches System mit hoher Qualität und umfassendem Service – diese drei Komponenten machen IMS aus.“
Der Bedarf des Anwenders wird vom Aufbau des Walzwerks und den gewünschten Einbaufunktionen bestimmt. Peter Bierwolf: „Die gewünschten Messfunktionen sind sehr vielfältig und individuell. Dementsprechend intensiv sind die Gespräche mit den Kunden – und auch mit Beckhoff als Automatisierungspartner.“ Die gute Zusammenarbeit bestätigt Wilm Schadach, Vertrieb Beckhoff-Niederlassung Rhein/Ruhr: „Die Implementierung und die Integration der Anlagen sind bei IMS schon sehr außergewöhnlich und anspruchsvoll. Unsere langjährige, enge Zusammenarbeit hat, zusammen mit der Flexibilität von EtherCat, die erfolgreiche Umsetzung als technische Gesamtlösung sehr erleichtert.“
Anwender konfigurieren ohne großen Aufwand
Bedarfsgerecht integrieren lässt sich auch die Sicherheitstechnik, und zwar über die TwinSafe-PLC EL6900 und die TwinSafe-Digital-Eingangs- bzw. -Ausgangsklemmen EL1904 und EL2904. Dazu Peter Bierwolf: „Jede Messstelle unseres Systems ist über einen eigenen Not-Halt abgesichert. So werden u. a. die Informationen berücksichtigt, ob der Strahlerverschluss der Röntgenröhre geschlossen ist, sodass im Fehlerfall die Hochspannung abgeschaltet werden kann. Vorgegeben ist auch der „Sichere Halt“ z. B. für die Zugangstüren, bei dem die Röntgenröhren nicht ausgeschaltet, sondern lediglich die Strahlenverschlüsse geschlossen und so die Wiedereinschaltzeiten der Anlage deutlich reduziert werden. Weitergehende Safety-Funktionen lassen sich, dank des modularen Beckhoff-Systems, ganz einfach entsprechend den Applikationsanforderungen realisieren, z. B. gemäß der Anzahl der Messstellen oder in Form eines übergeordneten Not-Halts – zusätzlich zum standardmäßigen, lokalen Not-Halt je Messstelle. Die dafür notwendige Anpassung der Sicherheits-SPS wird sehr komfortabel berücksichtigt.“
Heterogene Automatisierungswelt in den Walz- und Hüttenwerken
Und weiter resümiert er: „Die Anforderungen, die heute über die Sicherheitstechnik an die Messsysteme gestellt werden, sind mit TwinSafe und EtherCat vollständig in den Standardbus und damit in den gesamten Systemaufbau integrierbar. Dies lässt ein besonders hohes Maß an Überwachung und Monitoring zu.“
Wichtige Forderungen bei der Entwicklung des IMS-Automatisierungssystems waren die Systemoffenheit, z. B. hinsichtlich der Anbindung an das bewährte Visualisierungssystem und an die heterogene Automatisierungswelt in den Walz- und Hüttenwerken, sowie die Herstellerunabhängigkeit bezüglich der benötigten Rechnerhardware. Beides führte zu dem Ansatz, konsequent auf die reine Nutzung der Ethernet-Schnittstellen für die I/O-Darstellung zu setzen.
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