Basler Kamerasysteme für jeden Einsatz

Redakteur: Andreas Mühlbauer

Die Firma Basler ist auf Kameras und Kamerasysteme für die Industrie spezialisiert. Diese kommen unter anderem bei der Produktionsüberwachung, der Qualitätskontrolle oder bei Sortieraufgaben zum Einsatz. Doch auch in Verkehrsleitsystemen oder der Medizin findet man die Produkte des Ahrensburger Unternehmens.

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Die Basler AG aus Ahrensburg hat sich auf Kameras und Kamerasysteme zur Qualitätskontrolle in der Industrie spezialisiert. Die 1988 von Norbert Basler gegründete Firma hat mittlerweile rund 380 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2006 einen Umsatz von 52 Mio. €. Das Unternehmen ist in zwei Bereiche gegliedert: Vision Systems und Vision Components.

Letzterer liefert einzelne Zeilen- und Flächenkameras für den Einsatz in der Industrie. Vision Systems bietet vollständige Systeme zur Qualitätskontrolle an. Die Kunden kommen aus unterschiedlichen Branchen. Einsatzbereiche sind beispielsweise die Produktion optischer Datenträger, von LCD-Glassubstraten, Solarzellen oder auch Sortieranlagen.

Generell ist Basler bestrebt, auf unterschiedlichen Märkten Fuß zu fassen. „Das ermöglicht uns unter anderem den Ausgleich unterschiedlicher Umsatzentwicklungen in den einzelnen Bereichen“, sagt Dr. Joachim Linkemann, Product Manager von Basler Vision Components. Die aktuellsten Produkte von Basler Vision Components sind die Flächenkameras scout und pioneer. Sie kommen bei der Halbleiterherstellung, in der Qualitäts- und Nahrungsmittelkontrolle sowie in Verkehrsüberwachungssystemen, der Mikroskopie oder bildgebenden Verfahren in der Medizin zum Einsatz.

Über die Gigabit-Ethernetschnittstelle GigE Vision kann die pioneer bis zu 210 Bilder (VGA) in der Sekunde übertragen. Bei 2 Megapixel Auflösung sind es immer noch 32 fps. In diesen Ausführungen setzt Basler CCD-Senoren von Kodak ein. Ein weiteres Modell mit 5 Megapixeln nutzt einen Sensor von Sony. Das Modell scout bietet Basler in Auflösungen von 659 × 490 bis 1628 × 1236 Pixel an. Die maximale Framerate beträgt bei der niedrigsten Auflösung 74.

Das neueste Zeilenkamera-Modell heißt sprint. Sie ist mit 2048 oder 4096 Pixeln erhältlich. Die Zeilendarstellung erfolgt mit bis zu 140 kHz. Diese Kamera findet unter anderem bei der Oberflächenkontrolle – beispielsweise von gedruckten Schaltungen, Displays oder Halbleitern – sowie beim Scannen von Dokumenten, in der Postsortierung oder Lebensmittelkontrolle Verwendung.

Alle Kamerasysteme von Basler sind plug-and-play-fähig und verwenden Standard-Schnittstellen. Camera Link ermöglicht hohe Datenraten, IEEE 1394 lässt sich sehr leicht integrieren, und GigE Vision ermöglicht Kabellängen bis zu 100 m. Hohe Qualität und Zuverlässigkeit stehen beim Produktdesign im Vordergrund. Des Weiteren werden alle Kameras vor Auslieferung individuell eingehend getestet und kalibriert. Den größten Teil des Bedarfs deckt Basler mit seinen Standard-Modellen ab, jedoch sind auch individuelle Anpassungen möglich. Neben den zugekauften Sensoren von Kodak, Sony oder Cypress entwickelt das Unternehmen auch eigene Sensormodelle.

Perspektiven für zukünftige Entwicklungen sieht das Unternehmen in der weiteren Miniaturisierung, um neue Einsatzbereiche zu erschließen. Zudem sollen die Kameras noch schneller und empfindlicher werden sowie höhere Auflösungen bieten. Um die Systeme noch effektiver zu machen, soll die Bildaufbereitung zukünftig direkt in der Kamera stattfinden.

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