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Siemens Klima-Test soll ICEs wetterfest machen

| Redakteur: Sariana Kunze

Die Deutsche Bahn kämpft gegen ihren Ruf an. Ab Herbst 2016 soll mit den neuen ICE-4-Zügen alles besser werden. In einem Klima-Wind-Kanal in Wien wurde nun die neue ICE-Generation auf Herz und Nieren getestet.

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Schneeverwehungen und Vereisung stellen die komplexe Technik des ICE 4 vor besondere Herausforderungen. Türen, Bremsen, Luftansaugung – alles muss einwandfrei funktionieren. Bei den Klimatests werden deshalb zahlreiche sogenannte Funktionstest durchgeführt. Auch bei tiefen Temperaturen müssen die Bordküche und die WCs reibungslos funktionieren. Hier werden höchste Anforderungen an den Zug gestellt, da in beiden viele wasserführende Bauteile zu finden sind. Auch bei minus 25 Grad darf kein Bauteil einfrieren und alle Geräte müssen zuverlässig arbeiten. Im RTA wird daher auf Herz und Nieren geprüft, ob bei minus 25 Grad alle Funktionen unter simulierten Betriebsbedingungen arbeiten.
Schneeverwehungen und Vereisung stellen die komplexe Technik des ICE 4 vor besondere Herausforderungen. Türen, Bremsen, Luftansaugung – alles muss einwandfrei funktionieren. Bei den Klimatests werden deshalb zahlreiche sogenannte Funktionstest durchgeführt. Auch bei tiefen Temperaturen müssen die Bordküche und die WCs reibungslos funktionieren. Hier werden höchste Anforderungen an den Zug gestellt, da in beiden viele wasserführende Bauteile zu finden sind. Auch bei minus 25 Grad darf kein Bauteil einfrieren und alle Geräte müssen zuverlässig arbeiten. Im RTA wird daher auf Herz und Nieren geprüft, ob bei minus 25 Grad alle Funktionen unter simulierten Betriebsbedingungen arbeiten.
(Siemens)

Pleiten, Pech und Pannen sind bei der Deutschen Bahn nichts Neues. Mal ist es zu heiß und die Klimaanlage fällt aus, mal ist es zu kalt und die Heizung macht schlapp und manchmal kommt der gewünschte ICE einfach nicht. Für Bahnreisende gehören diese Szenarien nicht zu einem absoluten Ausnahmefall, sondern zu einem berechenbaren Risiko. Doch die Deutsche Bahn gelobt Besserung, mit den neuen ICE-4-Zügen soll alles anders werden.

Mit rund 70 Prozent Umsatzanteil wird der ICE 4 das Rückgrat des zukünftigen DB-Fernverkehrs sein. Der erste Einsatz von zwei ICE-4-Zügen wird ab Herbst 2016 im Rahmen eines zwölfmonatigen Probebetriebs erfolgen. Bis dahin werden die Züge auf Herz und Nieren geprüft. Bevor die ersten Passagiere in den Zug steigen, muss der ICE 4 im Klima-Wind-Kanal von Rail Tec Arsenal (RTA) in Wien zeigen, dass er auch unter extremen Wetterbedingungen zuverlässig arbeitet – bei brütender Hitze, aber auch bei klirrender Kälte. Dabei geht das Test-Szenario weit über die europäische Normenlandschaft hinaus. Die Deutsche Bahn hat weitere spezifische Tests in Auftrag gegeben, die insbesondere das einwandfreie Funktionieren der Heizungs-, Lüftungs- und Klimatisierungs-Systeme (HVAC) sicherstellen sollen.

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Darüber hinaus wird geprüft, ob auch bei Schnee und Eis der Pantograph hoch- und runterfährt und funktioniert, die Scheibenwischer für freie Sicht des Triebfahrzeugführers sorgen, Türen öffnen und schließen, Trittbretter ausklappen oder auch die Toilette ohne Probleme richtig arbeitet.

Die Deutsche Bahn hat im Mai 2011 Siemens einen Rahmenauftrag für bis zu 300 Triebzüge erteilt. Die ersten Züge der Serienlieferung werden ab Fahrplanwechsel im Dezember 2017 den Fahrgastbetrieb aufnehmen. Die Züge sind zunächst für den Einsatz in Deutschland, Österreich und der Schweiz vorgesehen.

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