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Functional Safety Kompakte und sicher vernetzte Kommunikation

| Redakteur: Rebecca Näther

Im Bereich Functional Safety stellte Zander Aachen auf der SPS 2019 einige Neuheiten vor.

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Bei den SCB-Zeitsteuerungen stehen nun neben den unverzögerten und verzögerten sicheren Ausgängen jeweils ein Meldeausgang mit den dazu invertierten Signalen zur Verfügung.
Bei den SCB-Zeitsteuerungen stehen nun neben den unverzögerten und verzögerten sicheren Ausgängen jeweils ein Meldeausgang mit den dazu invertierten Signalen zur Verfügung.
(Bild: Hermann Zander)

Zander Aachen erweitert seine Reihe der sicheren Mini-Zeitsteuerung SCB. Bereits zur Verfügung stehen Ein- und Ausgangsverzögerung sowie die freie Parametrierung der Ein- und Ausgänge. Die Zeitsteuerung zeichnet sich durch ihre Kompaktheit und parametrierbaren Zeitbereiche von 0,1 sec bis 99 h aus. Typische Anwendungen sind z.B. der Bypass-Druckwächter, die Filterung kurzzeitiger Schwankungen und die Überwachung von Kesselspülzeiten.

Zeitsteuerung-Varianten erleichtern Retrofit

Das Unternehmen bietet nun weitere SCB-Varianten an, bei der die Logik der beiden Meldeausgänge angepasst wird: Es stehen nun zu den unverzögerten und verzögerten sicheren Ausgängen jeweils ein Meldeausgang mit den dazu invertierten Signalen zur Verfügung. Dies erleichtert den Retrofit von bestehenden Anlagen, bei denen bisherige Relais-Lösungen mit Öffner-/Schließer-Kombination einfach durch eine SCB-Variante ersetzt werden können.

Zeitsteuerung mit verzögerter Rückstellung

Des Weiteren ist die Funktionalität der verzögerten Rückstellung hinzugekommen. Somit kann ein versehentliches Rückstellen von Sicherheitssystemen verhindert werden, wenn sich noch jemand im Gefahrenbereich der Maschine aufhält. Während einer festgelegten maximalen Zeit müssen ein oder mehrere Taster für die Rückstellung gedrückt werden. Die Rückstelltaster sind so anzuordnen, dass die Bedienenden einen klaren Überblick über den geschützten Bereich haben.

Die Koppelrelais von Zander Aachen stehen in Bauformen von 6 bis 45 mm Breite zur Verfügung.
Die Koppelrelais von Zander Aachen stehen in Bauformen von 6 bis 45 mm Breite zur Verfügung.
(Bild: Hermann Zander)

Koppelrelais in verschiedensten Bauformen

Häufig werden sichere Koppelrelais in Verbindung mit sicheren Steuerungen zur sicheren, galvanisch getrennten Kontaktverstärkung und Kontaktvervielfältigung verwendet, aber auch zur Filterung von Testpulsen. Für diese Aufgaben und in Abhängigkeit der Applikation verfügt das Unternehmen seit 2019 über ein vielfältiges Produktspektrum. Von 6 bis 45 mm Breite stehen passende Bauformen zur Verfügung. Insbesondere die Minos Relais mit ihrer minimalen Baubreite sparen Platz und Geld im Schaltschrank, so der Hersteller.

Zertifizierungen der Koppelrelais

Die vorgestellten Safety-Logiken verfügen über ein breites Spektrum an baumustergeprüften TÜV-Zulassungen: Neben einem zertifizierten Einsatz bis PL e / Sil 3 gemäß EN ISO 13849-1 und IEC 61508 / IEC 62061, finden die Koppelrelais ebenfalls Einsatz in der Prozessindustrie gemäß IEC 61511, insbesondere auch durch Baumusterprüfung für Feuerungsanlagen nach EN 50156-1 und EN 746-2.

Sicherheitssensoren aus Edelstahl für raue Bedingungen

Im Bereich der sicheren und berührungslosen Edelstahlsensorik hat die Firma ihr Produktportfolio erweitert. Hier stehen berührungslose RFID Edelstahl Sicherheitssensoren zur Verfügung, welche die höchsten Anforderungen nach EN ISO 14119, Bauart 4, hohe Codierung erfüllen. Diese Produktreihe ist für raue Prozessbedingungen, hohe Temperaturen und insbesondere für den Lebensmittelbereich geeignet und für den Einsatz bis PL e zertifiziert.

Das SR3CM ist ein klassisches Safety Relais mit Modbus RTU Kommunikationsschnittstelle.
Das SR3CM ist ein klassisches Safety Relais mit Modbus RTU Kommunikationsschnittstelle.
(Bild: Hermann Zander)

Safety Relais für das Bereitstellen von Diagnosedaten

Das SR3CM ist ein klassisches Safety Relais mit Modbus RTU Kommunikationsschnittstelle. Dieses ermöglicht das Bereitstellen von Diagnosedaten wie dem aktuellen Schaltzustand, Temperatur im Modul und der Betriebsdauer. Diese Daten können über die Modbus-Schnittstelle als „digitaler Zwilling“ zum zentralen Steuerungsherzstück bis in die Cloud gelangen. Ebenso Produktinformationen wie Typ, Seriennummer, Bestell-Nr. und Fertigungsdatum. Dies ermöglicht in Zukunft beispielsweise Möglichkeiten im Bereich Predictive Maintenance.

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