Ingenieurmonitor Krise trifft auch Ingenieurarbeitsmarkt

Quelle: VDI 2 min Lesedauer

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Der VDI/IW-Ingenieurmonitor Q3 2025 zeigt ein gemischtes Bild des Ingenieurarbeitsmarktes: Die Arbeitslosigkeit in IT- und Ingenieurberufen stieg um 17,6 Prozent. Während IT, Kunststoffproduktion und chemische Industrie unter Stellenabbau leiden, gibt es in der Metallverarbeitung mehr offene Stellen. Fachkräftemangel bleibt Thema.

Der aktuelle VDI/IW-Ingenieurmonitor zeigt: Der Ingenieurarbeitsmarkt steht unter Druck – zwischen Krise und Fachkräftemangel.(Bild:  Adobe Stock - Gorodenkoff)
Der aktuelle VDI/IW-Ingenieurmonitor zeigt: Der Ingenieurarbeitsmarkt steht unter Druck – zwischen Krise und Fachkräftemangel.
(Bild: Adobe Stock - Gorodenkoff)

Der VDI/IW-Ingenieurmonitor für das dritte Quartal 2025 zeigt ein gemischtes Bild des Arbeitsmarktes für Ingenieure. Insgesamt ist die Arbeitslosigkeit in IT- und Ingenieurberufen um 17,6 Prozent gestiegen. Insbesondere die IT-Branche, die Kunststoffproduktion und die chemische Industrie sind stark von Stellenabbau betroffen. Im Gegensatz dazu verzeichnet die Metallverarbeitung einen leichten Anstieg an offenen Stellen. Trotz dieser Entwicklungen bleibt der Fachkräftemangel in vielen Sektoren bestehen.

Wo gibt es aktuell die meisten offenen Stellen?

Die offenen Stellen im IT- und Ingenieurarbeitsmarkt sind im Vergleich zum Vorjahr um 23 Prozent auf 99.470 gesunken. Dabei gibt es deutliche Unterschiede: Während die Stellen in der Metallverarbeitung um 3,6 Prozent zugenommen haben, sank die Zahl in der Informatik um 37,7 Prozent und in der Kunststoff- und chemischen Industrie um 25,1 Prozent. 
 

Dennoch ist in den kommenden Jahren durch Digitalisierung, Klimaschutz, demografischen Wandel sowie durch Investitionen in die Infrastruktur und weiterer Sondervermögen zu erwarten, dass der Bedarf an Beschäftigten in den Ingenieur- und Informatikberufen wieder zunehmen wird.

VDI-Arbeitsmarktexperte Maximilian Stindt

Wie steht es um den Fachkräftemangel?

Die Branche mit dem größten Engpass bei den Ingenieurberufen sind Bau, Vermessung, Gebäudetechnik und Architektur (306 offene Stellen pro 100 Arbeitslose). Sie löst damit die Ingenieurberufe Energie- und Elektrotechnik (271 offene Stellen je 100 Arbeitslose) als gefragteste Berufsgruppe ab. Es zeichnet sich zudem ab, dass sich der Fachkräftemangel allgemein in den IT- und Ingenieurberufen trotz aktueller Konjunkturflaute in den kommenden Jahren weiter verschärfen wird. 

Infrastrukturprogramme und insbesondere die High-Tech-Agenda der Bundesregierung brauchen Ingenieur- und IT-Expertise. Der drohende Fachkräftemangel in diesen Berufen gefährdet die Umsetzung und damit die Zukunft des Technologiestandorts Deutschland“, ergänzt

VDI-Direktor Adrian Willig

Welche Rolle spielen ausländische Fachkräfte?

Der Gewinn ausländischer Studierender und Fachkräfte ist essenziell zur Bekämpfung des Fachkräftemangels. Programme wie VDI-Xpand unterstützen ausländische Fachkräfte, um Integration zu fördern. Zwischen 2012 und März 2025 stieg der Anteil ausländischer Ingenieure von 6 Prozent auf 11,4 Prozent Besonders viele Fachkräfte kommen aus Indien, gefolgt von der Türkei und Italien. In Bayern, speziell im Großraum München, trägt die Zuwanderung erheblich zur Fachkräftesicherung und Innovationskraft bei, mit 11.877 ausländischen Ingenieuren in der Region.

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