Lapp Ladesysteme gemäß Typ 1 als auch Typ 2

Redakteur: Sariana Kunze

Auf der eCarTec in München präsentierte die Lapp Gruppe ihr Portfolio im Bereich der Ladetechnologie. Wie im vergangenen Jahr stellt Lapp seine E-Mobility-Lösungen an einem Gemeinschaftsstand mit seinem Kooperationspartner, der Bals Elektrotechnik, sowie dem Ladesäulenhersteller Rohde & Schwarz aus.

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Das Ladesystem Lapp Helix ist kompakter und kostengünstiger als herkömmliche Lösungen.
Das Ladesystem Lapp Helix ist kompakter und kostengünstiger als herkömmliche Lösungen.
(Lapp)

Lapp und Bals gehören zu den wenigen europäischen Anbietern, die sowohl Ladesysteme gemäß Typ 1 als auch Typ 2 im Produktprogramm und kann damit für europäische Fahrzeug-Modelle und ebenso für E-Fahrzeuge aus Übersee Steckvorrichtungen nach IEC 62196-2 zur Verfügung stellen. Die kompletten Ladekabelsysteme kommen von Lapp, die Ladedosen und CP-Module von der Firma Bals.

Typ 1 und Typ 2 im Programm

Die Typ 1 Kupplung SAE J1772 , welche von Bals entwickelt wurde, entspricht dem in Japan und in den USA entwickelten Standard. Die Lade-Steckvorrichtungen sind im Gegensatz zu vielen anderen, marktüblichen Modellen frei konfektionierbar und für Einphasenstrom mit 250 V und 32 A ausgelegt. Zusätzlich verfügen die Stecker über zwei Signalleitungen für die Kommunikation mit dem Fahrzeug. Eine spezielle Konstruktion der Gehäusekomponenten stellt bei der Bals-Kupplung sicher, dass Wasser nicht in den Anschlussraum der Typ 1 Steckvorrichtung eindringen kann.

Beim Typ 2 Ladesystem handelt es sich um eine 7-polige Steckvorrichtung mit drei Phasen, Nullleiter und Erdleiter sowie zwei Signalleitern. Der Ladestecker ist sowohl für Einphasenstrom mit 230 V als auch für Drehstrom mit 400 V ausgelegt. Die Ladeströme reichen von 13 bis 63 A und sind geeignet für einphasige bis dreiphasige Anschlüsse.

60 Prozent kleiner und 25 Prozent günstiger

Für die Steckvorrichtungen hat Lapp mehrere Leitungs-Varianten entwickelt. Zum Beispiel die Ladeleitung Lapp Helix, die sich dank eines sog. „Formgedächtnisses“ nach dem Gebrauch automatisch wie eine Schnecke wieder aufrollt. Durch die „Schneckenform“ ergibt sich eine enorme Platzersparnis. Im Vergleich zu einem spiralisierten Ladekabel braucht die Lapp Helix bei einer Auszugslänge von vier Metern rund 60 Prozent weniger Raum. Dadurch ergeben sich für die Industrie bessere Möglichkeiten für das Packaging zum Beispiel im Kofferraum oder in den Fahrzeugtüren oder der Heckklappe. Und da für das Kabel nur halb so viel Material benötigt wird wie bei einer gewendelten Variante, ist die Lapp Helix zudem um rund 40 Prozent leichter, und durch die geringeren Materialkosten kostet das Ladesystem rund 25 Prozent weniger.

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