Windkraft

Maschinenrichtlinie gilt auch für Windkraftanlagen

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Rundum-Sicherheit für Windkraftanlagen

Etwa 90 Kilometer nordwestlich von Borkum errichtet die BARD Gruppe mit Sitz in Emden insgesamt 80 Windkraftanlagen der Fünf-Megawatt-Klasse, die so genannte „BARD 5.0“. Das Projektgebiet für den Nordsee-Windpark „BARD Offshore 1“ umfasst etwa 60 Quadratkilometer bei einer dortigen Wassertiefe von 40 Metern.

BARD hat sich auf die Errichtung von Windparks auf hoher See spezialisiert. Seit 2003 werden Windparks, Anlagen und Konzepte für Aufstellung, Wartung und Betrieb großer Offshore Windkraftanlagen entwickelt, inklusive notwendiger Genehmigungen. In der Planungsphase bereits erfolgt eine Gefährdungsbeurteilung aller notwendigen Arbeitsschritte, von der Errichtung bis zum Betrieb.

Bildergalerie

Nach Inbetriebnahme des Offshore-Windkraftwerks vor Borkum, wird dieses eine Nennleistung von 400 Megawatt liefern. Das entspricht der Stromversorgung für über 400.000 Mehrpersonen-Haushalte.

Um die Verfügbarkeit der Windkraftanlage zu testen, hat BARD zunächst zwei Prototypen an Land und einen Prototyp Nearshore errichtet. Letzterer gleicht mit Blick auf sein Errichtungsverfahren und sein tragendes Untergestell der Offshore-Variante.

Fester Bestandteil des Verfahrens zur Konformitätsbewertung im Rahmen der Maschinenrichtlinie bei BARD ist die Risikobeurteilung. Diese identifiziert die wesentlichen Risiken für das Bedien- und Wartungspersonal und bewertet sie. Auch die erforderlichen Maßnahmen zur Risikoreduzierung werden bestimmt werden. „Die Sicherheit hat für uns einen hohen Stellenwert. Eine fachkundig durchgeführte Risikobeurteilung bietet die beste Grundlage für die eigene, sichere Konstruktion einer Anlage sowie für die Festlegung der Schutzmaßnahmen“, so Karlfried Pfeifenbring, verantwortlich für den Bereich HSEQ der BARD-Gruppe. „Deshalb haben wir für die eigentliche Risikobeurteilung der Windkraftanlage einen Dienstleister mit Erfahrung auf diesem Gebiet gesucht.“

Dass bereits Steuerungskomponenten des Automatisierungsexperten Pilz aus Ostfildern bei Stuttgart in den Windkraftanlagen „BARD 5.0“ zum Einsatz kamen, trug mit dazu bei die Risikobeurteilung der Windkraftanlage „BARD 5.0“ dem schwäbischen Unternehmen zu übertragen.

Risikobeurteilung deckt Gefahrenpotenziale auf

Pilz als Experte für die sichere Automation bot die Erstellung einer Risikobeurteilung nach der Maschinenrichtlinie und unter Berücksichtigung produktspezifischer Vorschriften an. „Pilz hat es sehr gut verstanden, die eigene Kompetenz in Sachen Sicherheitstechnik nutzbringend an uns weiterzugeben“, erläutert Pfeifenbring.

(ID:356658)