Nach diesen intensiven Vorarbeiten wurden sämtliche Bestandspläne digitalisiert, und die alten Kennzeichnungen wurden in das neue Kennzeichnungssystem nach KKS überführt. Um die Konversion von Alt- zum Neusystem transparent zu gestalten, wurde eine weitere Datenbank geschaffen. Insgesamt wurden dann mehr als 4.800 Anlagenkennzeichnungsschilder von Phoenix Contact erzeugt. Hierbei kam das Beschriftungssystem Topmark Laser zum Einsatz, das durch ein spezielles Laserverfahren für gute Lesbarkeit und hohe Beständigkeit sorgt. Die in Blomberg erstellten Kennzeichnungsschilder wurden dann mit den passenden Mediumsfarben ergänzt und im Werk Sigmungshall mittels Befestigungs-Carriern montiert. Zusätzlich wurde bei den Rohrleitungen – ob Wasser oder Gas – das Medium und die Flussrichtung ausführlich gekennzeichnet. Auf diese Weise wurde trotz der vielen Kreuzungen eine hohe Übersichtlichkeit geschaffen. Durch die Digitalisierung der Anlagendokumentation hat sich auch deren Verfügbarkeit verbessert. Während die Unterlagen vor der KKS-Einführung meist in diversen Aktenordnern gesucht werden mussten, ist die Gesamtdokumentation für alle Anlagenteile nun über den QR-Code sofort verfügbar.
Auch höhere Prozesssicherheit
„Mit unserem KKS-Projekt konnten wir die Anlagenübersicht erheblich verbessern und die Prozesssicherheit deutlich erhöhen“, blickt Berghausen zurück. Als positiv verbucht er zudem, dass die Einführung des durchgängigen Ordnungssystems inklusive der 2D-Fließbilder – sogen. R&I-Schemata – die Einarbeitung neuer Mitarbeiter erheblich erleichtert. „Unsere Erwartungen an das neue Kennzeichnungssystem haben sich voll und ganz erfüllt“, resümiert Berghausen, „sowohl in technischer als auch in zeitlicher Hinsicht.“ Auch die 25 Kraftwerksmitarbeiter haben sich schnell an das neue Kennzeichnungssystem gewöhnt und finden sich nun leicht zurecht. Zudem wurde mit dem Dokumentationssystem eine solide Grundlage geschaffen für weitere Modifikationen der Anlage sowie für künftige Überprüfungen, etwa durch den TÜV.
* Dipl.-Ing. (FH) Karsten Natus, Branchenmarketing; und Stefan Paul, Projektleiter Kraftwerke; Phoenix Contact Deutschland GmbH, Blomberg