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Phoenix Contact Mit Kleinsteuerungen der Sonne entgegen

Autor / Redakteur: Michael Gulsch / Reinhard Kluger

Südeuropa investiert insbesondere in Photovoltaik-Anlagen. Erweisen diese sich doch aufgrund der optimalen geografischen Lage als ein Wachstumsmarkt, um die steigende Nachfrage nach Energie Ressourcen schonend zu befriedigen. Mit den Kleinsteuerungen ILC 150 ETH von Phoenix Contact werden die Betriebsdaten der Solarpanels zu wirtschaftlichen Bedingungen erfasst und aufbereitet.

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Der Inline Controller ILC 150 ETH dient mit den angereihten I/O-Modulen als zentrale Erfassungseinheit für alle Betriebsdaten
Der Inline Controller ILC 150 ETH dient mit den angereihten I/O-Modulen als zentrale Erfassungseinheit für alle Betriebsdaten
( Archiv: Vogel Business Media )

Acciona S.A. mit Hauptsitz in Madrid ist nicht nur eines der wichtigsten Unternehmen Spaniens, sondern auch Weltmarktführer im Bereich des Managements von Infrastruktur, erneuerbaren Energien, Wasser und Dienstleistungen. Die Aktiengesellschaft, die weltweit mehr als 30.000 Mitarbeiter beschäftigt, verfügt über Tochtergesellschaften in über 30 Ländern auf allen Kontinenten der Erde. Als besondere Verpflichtung werden die schrittweise Verringerung des CO2-Ausstoßes sowie die Förderung des Übergangs zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft angesehen. Durch seine zahlreichen Aktivitäten konnte Acciona im Jahr 2010 Emissionen von insgesamt 11,3 Millionen Tonnen CO2 vermeiden, was einem Anstieg von 49 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert entspricht.

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Das spanische Unternehmen zeichnet sich unter anderem durch seine umfassende Erfahrung in der Entwicklung, Konstruktion und im Betrieb von Photovoltaik (PV)-Anlagen aus. Allein in Spanien und Portugal werden so mehr als 69 MW Solarenergie erzeugt. Die meisten der von Acciona verwalteten PV-Anlagen sind in so genannten Solargärten angeordnet, wo mehrere Anlagen miteinander verbunden werden. In derartige Solargärten mit über 60 MW Photovoltaik-Kapazität haben etwa 3.500 Geldgeber einen Betrag größer 456 Millionen Euro investiert. Eine der größten Anlagen der Welt hat Acciona Ende 2008 in Amaraleja im Landkreis Moura der südportugiesischen Region Alentejo errichtet. Sie setzt sich aus 2.520 Solar-Trackern mit insgesamt 262.080 Photovoltaik-Modulen zusammen, die sich auf einer Fläche von rund 250 Hektar verteilen. Die Spitzenleistung dieses PV-Projekts beträgt 45,8 MW.

Permanente Kontrolle sichert hohen Ertrag

Die besondere Herausforderung einer großen, über eine beträchtliche Fläche verteilten PV-Anlage besteht in der kontinuierlichen Überwachung der Betriebs- oder Prozessgrößen sowie in einem intelligenten Fehler-Management. Diese Aufgaben werden bei der Anlage in Amaraleja von der Kleinsteuerung ILC 150 ETH von Phoenix Contact übernommen (Bild 1). Zur Erfassung und Aufbereitung der Betriebsdaten der einzelnen Strings der Solarpanels haben sich die Verantwortlichen unter anderem deshalb für die kompakte SPS entschieden, weil Phoenix Contact mit dem Inline-Baukasten in Schutzart IP20 ein modulares, flexibel erweiterbares I/O-System bietet. Außerdem verfügt die Kleinsteuerung bereits über eine Ethernet-Schnittstelle, was die Vernetzung vereinfacht.

Beim Betrieb einer PV-Anlage spielen der Ertrag und die Wirtschaftlichkeit eine große Rolle, denn das Prinzip der direkten Stromerzeugung aus Solarenergie hat derzeit einen relativ geringen Wirkungsgrad. Aus diesem Grund hat der Betreiber ein besonderes Interesse daran, dass eventuell auftretende Schwachstellen der Anlage oder der Verschleiß einzelner Module rechtzeitig erkannt werden. So lässt sich ein drohender Ausfall schnell abwenden, bevor es zu längeren Stillstandszeiten und damit verbunden zu finanziellen Verlusten kommt. Der Ertrag ist von mehreren Faktoren abhängig, beispielsweise der installierten Leistung, der globalen Einstrahlung, der Umgebungstemperatur oder der Effizienz der eingesetzten Wechselrichter. Alle Größen sind entweder bekannt oder können entsprechend überwacht werden.

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