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Intelligente Funktionen dank Elektronik
Die modularen Lütze DC Leitungsschutz-Systeme LCOS CC und LOCC-Box können wie herkömmliche Leitungsschutzautomaten nebeneinander, ohne Abstand, aufgerastet und über einen Energiebus zentral versorgt werden. Neben diesen Grundanforderungen ermöglicht die Elektronik weitere intelligente Funktionen. Das sind standardmäßig ein einstellbarer Bemessungsstrom im Bereich 1A bis 10A und fünf einstellbare Auslöse-Charakteristiken. Diese Funktionen sind insbesondere beim Nachrüsten von Bedeutung, da hier der Geräteschutz oftmals geändert oder angepasst werden muss. Das verringert die Typenvielfalt am Lager extrem. Einzel- oder Sammelstörmeldung sowie ein Fernsteuereingang runden die elektronischen Leitungsschutzgeräte ab.
DC Leitungsschutz kann gefährlich sein
Die Eigenschaften von herkömmlichen Schutzkomponenten und Schaltnetzteilen können unter Umständen gefährliche Zustände hervorrufen. Zum einen kann die gesamte Applikation stillgesetzt werden oder die gelieferte Energie des Netzteils ist nicht ausreichend, um einen Leitungsschutzautomaten auszulösen. Die geforderte Selektivität, dass bei Überlast oder Kurzschluss, ohne Rückwirkung auf die Versorgung, ausschließlich der fehlerhafte Strompfad abgeschaltet wird, kann dann nicht mehr erfüllt werden. Zur Auslegung der Überstromschutzeinrichtung in DC 24V Kreisen sind auch die Normen EN 60204-1 (Leitungs- und Brandschutz) sowie die EN 61131-1 und -2 (Betriebszustände und Speicherung) anzuwenden. Konkret bedeutet das, einen Netzausfall von 10ms ohne Funktionseinschränkung zu verkraften, was den Einsatz von großen Eingangskapazitäten verlangt. Im Weiteren müssen Gefahr bringende Überströme innerhalb von 5s auf ein ungefährliches Niveau reduziert werden.
* *Ralf Coors, Leiter Produktmanagement Control, Friedrich Lütze
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