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DC-Leitungsschutz Mit Leitungsschutz-System gezielt abschalten

| Autor / Redakteur: Ralf Coors* / Sariana Kunze

Mit einem DC 24V Leitungsschutz-System können nicht nur kapazitive Lasten sicher erkannt, sondern auch nicht benötigte Verbraucher gezielt abgeschaltet werden – unabhängig von Leitungslänge und -querschnitt. Das Auslöseverhalten ist präziser als das üblich getakteter Leitungsschutzautomaten.

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Das DC 24V Leitungsschutz-System LOCC-Box erfüllt nicht nur die Vorgaben der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und EN601131-2, sondern darüber hinaus Vorgaben der Industrie 4.0.
Das DC 24V Leitungsschutz-System LOCC-Box erfüllt nicht nur die Vorgaben der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG und EN601131-2, sondern darüber hinaus Vorgaben der Industrie 4.0.
(Bild: Lütze)

Die heute in aller Regel verwendeten primär getakteten Schaltnetzteile können in Verbindung mit thermisch-magnetischen Schutzorganen den Anforderungen von Industrie 4.0 nicht gerecht werden. Zwar sind sie mit ihren integrierten Schutzmechanismen gut gegen Überlast und Kurzschluss geschützt und können ein selbständiges Abschalten oder eine Reduzierung der Ausgangsspannung auslösen. Notwendig sind jedoch Schutzorgane, die schneller reagieren als die Strombegrenzung des Schaltnetzteils und gleichzeitig hohe Einschaltspitzen kapazitiver Lasten tolerieren. Zudem ist auch wichtig, dass die Ausschaltzeiten im Überlastbereich verkürzt werden, aber dass trotzdem die Kennlinienform weiterhin einen thermischen und magnetischen Bereich darstellt, um sich in gleicher Weise, wie ein herkömmliches Gerät projektieren zu lassen.

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Mit den Lütze DC Leitungsschutz-Systemen LOCC-Box Net und LCOS CCI können Anwender wesentliche Vorgaben von Industrie 4.0 bereits lösen, so der Hersteller. Beide Geräte erfassen über Buskoppler kontinuierlich alle relevanten Energie- und Systemdaten: Das sind aktuelle Betriebsspannung und -strom, eingestellter Bemessungsstrom und Charakteristik, Betriebsstunden-System und -Gerät, Status zu Überlast, Kurzschluss und Unterspannung. Beide Lütze Leitungsschutz-Systeme können mit Buskopplern für Profinet, Ethercat, Profibus DP, CanOpen und in Kürze für Ethernet IP ausgerüstet werden.

Einfache Fehlersuche von Überströmen

Die Auswertung dieser Daten in einer Steuerung oder einem überlagerten Energie-Managementsystem kann dann zu einem gezielten Abschalten eines oder aller am Buskoppler angehängten Geräte führen. Somit wird ein gezieltes Abschalten nicht benötigter Verbraucher oder ganzer Anlagenteile auf einfache Weise möglich. Zudem bleibt es dem Anwender überlassen, ob er ein Schalten über den standardmäßig vorhandenen Fernsteuerkanal oder über das Kommunikationssystem direkt durchführt. Alle diese Funktionen können über die kostenlose Lütze Software LOCC-Pads z.B. über ein HMI grafisch visualisiert und ausgeführt werden. Ein weiterer Aspekt ist die Fehlersuche, insbesondere bei sporadisch auftretenden Überströmen. Neben den unterschiedlichen Meldungen bieten die Lütze-Geräte die Möglichkeit eines Event Data Logging. Alle zu diesem Zeitpunkt gültigen Daten werden inklusive Time-Stamp an die Steuerung geliefert oder lassen sich über die Lütze LOCC-Pads Software darstellen.

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