Aus einem Guss Motion-Control-Baukasten ermöglicht durchgängige, effiziente Automatisierung im Maschinenbau

Autor / Redakteur: Josef Hammer / Reinhard Kluger

Für Maschinenbauer gilt stets: noch leistungsfähigere Maschinen immer noch schneller und immer noch kostengünstiger zu bauen. Da zahlt es sich umso mehr aus, wenn ein Teil der Last ein anderer trägt – beispielsweise der Ausrüster für Steuerungs- und Antriebstechnik in Form eines umfassenden, skalierbaren Motion-Control-Baukastens.

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Um Maschinenbauer bzw. deren Systemintegratoren effizient unterstützen, den Zeit- und Kostendruck mindern und damit letztlich die Wettbewerbsfähigkeit stärken zu können, muss die Automatisierungstechnik bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Eine wesentliche ist die Verfügbarkeit von Produkten, die hinsichtlich Leistung, Funktionalität und/oder Baugröße so nahe wie möglich an den jeweiligen Anforderungen liegen, so dass sich diese für jede Anwendung wirtschaftlich erfüllen lassen. Um die Komplexität und den Logistikaufwand in Grenzen zu halten, ist es von Vorteil, wenn alle für eine Maschine oder Anlage nötigen Automatisierungskomponenten aufeinander abgestimmt sind. Das gelingt in der Regel am besten, wenn diese Komponenten aus einem Haus kommen. Von elementarer Bedeutung ist auch, dass sich die Automatisierung der Maschine anpasst und nicht umgekehrt erst große Umwege beschritten bzw. Kompromisse eingegangen werden müssen, um der „E“-Technik gerecht zu werden.

Hersteller, die in Größe, Umfang oder auch technologisch variierende Maschinen anbieten, werden versuchen, diese Typenvielfalt mit möglichst wenigen, bau- oder artgleichen Automatisierungskomponenten zu bewältigen. Denn jeder Systemwechsel oder bruch bedeutet erhöhten Aufwand beim Engineering, bei der Ersatzteillogistik, bei Schulung und Wartung, was natürlich auch potenzielle Endkunden vermeiden wollen.

Sich auf wenige verschiedene Komponenten beschränken zu können, setzt aber wiederum voraus, dass diese eine skalierbare Leistung und Funktionalität bieten und sich damit unterschiedliche Maschinenvarianten realisieren lassen und zwar über einen möglichst weit gefassten Bereich – von ganz einfach bis hoch komplex. Dabei muss die Funktionalität jeder einzelnen Komponente möglichst umfassend sein, damit nicht die entscheidende fehlt und für spezifische Aufgaben doch wieder ein anderes Produkt eingesetzt werden muss.

Zwei Systeme, die verschmelzen

Mit „Totally Integrated Automation“ haben die heutigen Divisions Industry Automation (IA) und Drive Technologies (DT) der Siemens AG vor Jahren als Erste den Weg vom Gerät zum horizontal und vertikal durchgängigen Automatisierungsansatz beschritten und dafür ein umfassendes Produkt- und Dienstleistungsspektrum entwickelt – mit allen erforderlichen Komponenten aus einer Hand: Motoren, Umrichtern, Steuerungen, Peripheriegeräten, HMI -Systemen und was sonst noch zu einer runden, leistungsstarken Automatisierungslösung gehört.

Anspruch der von Erlangen aus agierenden Business Unit Motion Control Systems von Siemens ist es, einen kompletten Systembaukasten für die durchgängige Automatisierung von Produktionsmaschinen anzubieten, der die oben genannten Anforderungen weitestgehend erfüllt. Herzstücke sind das Motion-Control-System Simotion und das Antriebssystem Sinamics.

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