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Sichere Energieversorgung

Netzsynchronisation direkt in die SPS integriert

| Redakteur: Ines Stotz

In Versorgungsnetzen muss Energie zuverlässig und schnell bereitgestellt werden. An die Netzverträglichkeit von Anlagen zur Stromerzeugung werden deshalb hohe Anforderungen gestellt. Mit einem Netzsynchronisierungs- und Überwachungsmodul vereint Bachmann Electronic jetzt gleich mehrere Disziplinen des Energienetzmanagements in einem Gerät.

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Bachmann GSP274: Die üblicherweise auf mehrere Geräte verteilten Schutz-und Messfunktionen sind in einem Gerät konzentriert.
Bachmann GSP274: Die üblicherweise auf mehrere Geräte verteilten Schutz-und Messfunktionen sind in einem Gerät konzentriert.
(Bild: Bachmann Electronic)

Mit zunehmendem Ausbau der Erneuerbaren Energien entstehen bislang unbekannte Schwankungen im Stromnetz: Der Wind weht nicht kontinuierlich, die Sonne scheint nicht immer. Dabei kommt es zu einem Unterangebot oder auch einem Überangebot an Strom. Um die Stabilität des Energienetzes zu gewährleisten, muss dies durch die Bereitstellung sogenannter Regelenergie kompensiert werden. Auch deshalb werden die Netzanschlussbedingungen der dezentralen Stromerzeugungseinheiten deutlich verschärft. Für deren Betreiber bedeutet dies meist beträchtliche technische Aufwände – und Mehrkosten.

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Integrierte Lösung spart Kosten

Mit dem Netzsynchronisierungs- und Überwachungsmodul GSP274-Modul liefert Bachmann Electronic eine integrierte Lösung für sein M1-Automatisierungssystem: Netzmessung, Synchronisation und Schutz garantieren den sicheren, zuverlässigen und automatisierten Anschluss von Generatoren an Energienetze. So ist sichergestellt, dass Leistungsengpässe grundsätzlich verhindert werden.

Die Vorteile der Integration liegen auf der Hand: Als Einsteckoption für die betriebsführende SPS kombiniert das Modul parametrierbare Standardfunktionen mit der freien Programmierbarkeit und Flexibilität des Modularsystems. Netz- und Anlagenschutz, Q(U)-Schutz, Fault Ride Through (FRT) sowie alle üblichen Überwachungen (Über-/Unterspannung, Überstrom, Frequenz, Frequenzgradient, Asymmetrie usw.) liegen nutzungsbereit als geprüfte Funktionen vor. Separate Geräte für Netzmessung, Schutz und Synchronisation entfallen damit ebenso wie die aufwändige Integration von Drittgeräten und damit verbundene Schnittstellenprobleme.

Automatisiertes Synchronisieren im Netz

Das Gerät ist in der Lage zwei Synchronisationspunkte unabhängig voneinander zu behandeln. Dabei übernimmt es selbstständig die Überprüfung der zu verbindenden Netze und betätigt, unter Berücksichtigung der Schaltverzögerung, den Verbindungsschalter. Zusätzlich kann über parallele Leistungsschalterkontakte das erfolgreiche Zuschalten überprüft werden.

Zertifizierter Schutz für smarte Netze

Um Stromerzeugungsanlagen ans Nieder- und Mittelspannungsnetz anzuschließen, müssen verschiedenste Anforderungen erfüllt sein. Durch die Integration von peripheren Schutzgeräten in das Modul werden sowohl die Einfehlersicherheit nach VDE-AR-N 4105 als auch die Messwerterfassung nach FGW TR3 gewährleistet. Entsprechende Überwachungsfunktionen garantieren zudem die vollständige dynamische Netzstützung.

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