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Die Topologien müssen sich ändern
Was heute bei Solaranlagen als Technik State-of-the-Art ist, das kann in Zukunft ganz anders sein. Im PV-String sind die Solarpanels noch in Reihe geschaltet, das ineffizienteste Panel lege dabei die Leistung der gesamten Reihenschaltung fest. Die Zukunft aber gehöre der modularen Topologie, prognostiziert Richard Öchsner: „Man muss voneinander unabhängige Solarpanels installieren. Die Solaranlagentopologie muss einfach zu erweitern sein.“
Spiegel spielen in der Solarthermie ein wichtige Rolle. Dr. rer. nat. Hans Graßmann von der Universität Udine in Italien gilt als Erfinder des Linearspiegels. Gefertigt wird dieses Produkt von der isomorph GmbH in Bamberg. Es besteht aus insgesamt 24 Einzelspiegeln, die dem Stand der Sonne folgen und sich entsprechend drehen. Der Trick dabei: Es genügen nur zwei Motoren, um alle Spiegel gleichzeitig verstellen zu können. Mit Solarthermie-Anlagen lässt sich 100 Grad Celsius heißes Wasser zum Heizen erzeugen, oder es lässt sich als Brauchwasser oder als Prozesswasser verwenden. Für sonnenärmere Länder wie Deustchland sieht Hans Graßmann den Linearspiegel als mögliche Lösung, Solarenergie künftig wirtschaftlich gewinnen zu können.
Partner in der Region ermöglichen kurze Wege
Hans Graßmann arbeitet an weiteren Entwicklungen, wie der solaren Kühlung und anderen Verfahren zum Erzeugen elektrischer Energie. Auch für die Photovoltaik eignen sich Linearspiegel, wie erste Tests an Anlagen mit und ohne Spiegel gezeigt haben. Erfindungen finden ihren Weg in den Markt erst, wenn man sie fertigt. Die isomorph GmbH in Bamberg übernimmt dies für den Linearspiegel. Deren Geschäftsführer, Dipl.-Ing. Matthias Graßmann, betont die Bedeutung leistungsfähiger Elektronik für den Solarspiegel und die Zusammenarbeit mit Firmen aus der Nachbarschaft: „Wieland Electric hat uns maßgeschneiderte Lösungen geliefert. Wir sind sehr froh über die Partnerschaft mit diesem erfolgreichen Unternehmen aus unserer Region.“
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