Multifunktionscontroller

Neue Freiheitsgrade für Verfahrenstechniker

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Technische Vorteile des multifunktionalen Reglers

Der Multifunktionscontroller ist nicht nur ein Allrounder, er ist auch ein kleines Raumwunder: Das Schalttafel-Einbaugehäuse hat mit den Maßen 98 x 98 x 115 mm ohne Stecker eine geringe Bautiefe, was Platz im Schaltschrank spart. Die Schutzart IP 65 macht das Gerät nicht nur staubdicht, es hält frontseitig auch Strahlwasser und nassen Umgebungen stand – bei Temperaturen zwischen 0 und 55 °C.

Auch die Benutzerfreundlichkeit ist erwähnenswert, der Anwender benötigt keine lange Einarbeitung. Bedienung und Anzeige der Werte erfolgen zeitgemäß über ein resistives 3,5“-Touch-Display mit einer Auflösung von 320 x 240 Pixel. Auf der Frontseite des Gerätes befinden sich außerdem vier frei programmierbare Funktionstasten sowie zwei LEDs für Zustandsanzeigen. Ein galvanisch getrennter Mikro-USB-Port sorgt an der Gerätefront für einen sicheren Datentransfer.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 5 Bildern

Mit dem ARM Cortex A8 verfügt der intelligente Regler über eine CPU mit starker Leistung. Zudem ist er mit einer netzausfallgepufferten Echtzeituhr ausgestattet. Als Massenspeicher für Logdaten stehen 2 GB intern zur Verfügung. Der Controller bietet darüber hinaus vielfältige Kommunikationsmöglichkeiten via Profinet, Profibus, Modbus, CAN, oder HPR-Bus. Weitere Protokolle auf Anfrage.

Galvanisch getrennte Ein- und Ausgänge

Auch was die Ein- und Ausgänge angeht, ist das Gerät nicht nur flexibel, sondern auch sicher konzipiert. Auf der Rückseite befinden sich Steckplätze für zwei I/O-Karten. Um Messwertverfälschungen durch eventuelle Potentialdifferenzen zu vermeiden, sind die I/Os auf galvanisch getrennten Potentialinseln mit einer hohen Trennspannung angelegt.

Die I/O-Karten des Reglers verfügen über zwei Universaleingänge, zwei Normsignaleingänge, zwei Analogausgänge sowie sechs digitale Ein- und Ausgänge. Die sechs digitalen Ports sind einzeln als Ein- oder Ausgang konfigurierbar, zwei davon optional als schneller Zählereingang. Die Analogeingänge verfügen über je zwei Kanäle für Temperaturmessungen, die Analogausgänge sind mit einem Spannungs- und einem Stromausgang ausgestattet. Die I/Os lassen sich bei Bedarf auch mit dem HIMOD-System von Hesch erweitern. Die Anwendung außerhalb des Schaltschranks sowie die Anbindung mehrerer Knoten ist über die Anbindung an den Modbuskoppler HE 5813, den Ethernetkoppler HE 5814, den CAN-Buskoppler HE 5811 sowie das Powermodul HE 5850 über HPR Bus für kurze Distanzen ebenfalls möglich. Auf Anfrage bietet Hesch auch kundenspezifische Lösungen an, die auf die individuellen Anforderungen industrieller Prozesse zugeschnitten sind.

* Peter Pschichholz, kaufmännischer Leiter bei Hesch

(ID:43870722)