Rittal auf der Anuga FoodTec 2012 Neue Gehäuse-Konzepte für erhöhte Betriebshygiene

Redakteur: Ines Stotz

Die professionelle Reinigung und Desinfektion von Produktionsanlagen in der Nahrungsmittelindustrie ist das A und O, um vor den Folgen verunreinigter Lebensmittel zu schützen. Auf der Anuga FoodTec 2012 stellt Rittal jetzt neue Gehäusekonzepte für sein Hygienic-Design (HD)-Programm vor. Das Spektrum reicht von hygienegerecht gestalteten Großschränken über Bediengehäuse bis zu Gehäusen für Etikettendrucker und Taster.

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Bei der Konstruktion seiner neuen Nassbereichs-Kontrollwaage „CWP Neptune“ hat sich der Hersteller Bizerba eng am Hygienic Design (HD)-Systembaukasten des Schaltschrankherstellers Rittal orientiert. (Bilder: Rittal)
Bei der Konstruktion seiner neuen Nassbereichs-Kontrollwaage „CWP Neptune“ hat sich der Hersteller Bizerba eng am Hygienic Design (HD)-Systembaukasten des Schaltschrankherstellers Rittal orientiert. (Bilder: Rittal)

Hygiene ist im Herstellungsprozess von Lebensmitteln oberstes Gebot. Um die Betriebshygiene von Fertigungsanlagen in der Nahrungsmittelindustrie um ein Vielfaches zu erhöhen, müssen Anlagen und Komponenten zur optimierten Reinigung und Desinfektion hygienegerechten Gestaltungsprinzipien entsprechen. Das gilt bei Maschinen und Anlagen insbesondere für deren Schaltschränke sowie für Gehäusesysteme an der Schnittstelle Mensch-Maschine.

Neue Lösungen für HD-Großschränke

Auf der Anuga FoodTec 2012 präsentiert Rittal zusätzlich zu seinem aktuellen HD-Programm an Kompaktgehäusen auch neueste Lösungsentwürfe für HD-Großschränke, die in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kunden entwickelt wurden.

Ebenfalls zur weiteren Diskussion mit Fachbesuchern stehen HD-Lösungen für die Schnittstelle Mensch-Maschine wie Command Panels, Gehäuse für Etikettendrucker und Taster sowie Sichtfenster als Zubehör. Den Austausch mit den Fachbesuchern auf der Messe will Rittal nutzen, um Praxiserfahrungen und Ideen von Spezialisten in die Serienproduktion einfließen zu lassen.

Mit dem Einsatz von herkömmlichen Schaltschranklösungen im Nahrungsmittelbereich kann unter Umständen ein Risiko-Potenzial verbunden sein. So sind Dunkelheit und Verlustwärme im Schaltschrank sowie Feuchtigkeit – verursacht durch herkömmliche Dichtungen – ein guter Nährboden für die Entstehung von Biofilmen und Kontaminationen. Hinzu kommen die Toträume zwischen Gehäuse und Tür, eventuell Rück- und Seitenwänden oder der Bereich zwischen Wand bzw. Maschinenkörper und Schaltschrank. Das einfache Reinigen und Desinfizieren von Oberflächen reicht oftmals nicht aus. Auch außen liegende Scharniere, Schrauben, Verschlüsse und Kabeleinführungen stellen „gute“ Brutstätten für Mikroorganismen dar.

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