Sicherheitstechnik Nicht manipulierbar: So erreicht ein Sicherheitsschalter höchstes Sicherheitsniveau

Autor / Redakteur: Ines Näther / Dipl. -Ing. Ines Stotz

Ausreichende Sicherheitsvorkehrungen sind Pflicht für jeden Arbeitgeber. In der Industrie, wo besonders viele Gefahrenbereiche lauern, muss der Zugang zu gefährlichen Maschinen während des Betriebs versperrt werden. Für den Zugang zur Anlage für beispielsweise Wartungsarbeiten muss eine flexible Türverriegelung vorhanden sein, die den Sicherheitsanforderungen entspricht.

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Erich Wächter, Produktmanager für berührungslose Sicherheitstechnik, Euchner: „Das Prinzip des CET-Sicherheitsschalters ist einmalig. Euchner hat bis heute keine Mitbewerber die ein Produkt mit ähnlichem Funktionsprinzip auf den Markt gebracht haben.
Erich Wächter, Produktmanager für berührungslose Sicherheitstechnik, Euchner: „Das Prinzip des CET-Sicherheitsschalters ist einmalig. Euchner hat bis heute keine Mitbewerber die ein Produkt mit ähnlichem Funktionsprinzip auf den Markt gebracht haben.
(Bilder: Euchner)

Worauf es dabei ankommt und wie das einmalige Funktionsprinzip eines dafür perfekt geeigneten Sicherheitsschalters aussieht, erklärt Sicherheitsexperte Erich Wächter im Gespräch. Er ist Produktmanager für berührungslose Sicherheitstechnik bei Euchner in Leinfelden-Echterdingen.

Herr Wächter, welche Maßnahmen sind generell geeignet, um die Sicherheit in der industriellen Produktion zu erhöhen?

Fertigungsabläufe mit hoher Geschwindigkeit bedeuten für den Bediener auch ein hohes Verletzungsrisiko. Die Aufgabe eines Maschinenbauers besteht auch darin, Anlagen beziehungsweise Maschinen konstruktiv so zu bauen, dass von den beweglichen Maschinenteilen keine Gefahr ausgeht. Wenn dies nicht möglich ist, müssen bewegliche Schutzeinrichtungen den direkten Zugriff des Bedieners verhindern. Hier kommen dann Sicherheitsschalter zum Einsatz. Beim Öffnen der Schutzeinrichtung müssen die gefahrbringenden Bewegungen zum Stillstand kommen. Die mögliche Zugriffszeit des Bedieners muss höher sein als die Zeit zum Stillsetzen der Maschine.

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Was bietet Euchner dafür an?

Im Bereich Sicherheitstechnik bietet Euchner ein umfangreiches Programm an elektromechanischen und berührungslosen Sicherheitsschaltern mit und ohne Zuhaltung für die Überwachung von beweglichen Schutzeinrichtungen im Maschinen und Anlagenbau an.

Einen besonders hohen Stellenwert im Produktportfolio der berührungslosen Sicherheitsschalter nehmen die CET Produkte ein. Diese kombinieren die Transpondertechnologie mit einer mechanischen Zuhaltung und Zuhaltungsüberwachung.

Was sind die besonderen Merkmale der CET-Sicherheitsschalter?

Durch die überwachte Zuhaltung lässt sich der CET auch bei nachlaufenden Maschinenbewegungen einsetzen. Hohe Manipulationssicherheit erlangt er durch den Einsatz der Transpondertechnologie, wobei ihm ein codierter Betätiger mittels Lernvorgang eindeutig zugeordnet werden kann. Mit einem CET Schalter ist das höchste Sicherheitsniveau erreichbar, somit lässt er sich auch bei Sicherheitsbetrachtungen mit hohem Gefährdungspotential einsetzen. Zudem ist eine Reihenschaltung ohne Verlust des Sicherheitsniveaus von bis zu 20 Schaltern möglich. Der Betätiger hat einen hohen Freiheitsgrad innerhalb der Senke des Sicherheitsschalters. Eine Nachjustage ist somit nicht erforderlich. Sein robuster Aufbau ermöglicht den Einsatz unter rauesten Umgebungsbedingungen. Die Zuhaltekraft von bis zu 6000 N ermöglichen den Einsatz bei Schutzeinrichtungen mit besonders großen und schweren Türen Die integrierte Auswerteelektronik im Schalter sorgt für Platzersparnis im Schaltschrank. Eine schnelle Verdrahtung erfolgt über M12-Steckverbinder und der elektrische Anschluss an sichere Steuerungen ist ebenfalls möglich. Ähnlich wie bei Lichtschranken erfolgt eine eigene Querschlussüberwachung der Ausgänge durch Taktung der Ausgangssignale. Das Prinzip des CET-Sicherheitsschalters ist einmalig, Euchner hat bis heute keine Mitbewerber die ein Produkt mit ähnlichem Funktionsprinzip auf den Markt gebracht haben.

Können Sie kurz dieses Funktionsprinzip beschreiben?

Beim Schließen der Schutzeinrichtung (Schwenk- oder Schiebetür) wird der federnd gelagerte Transponder des Betätigers über die Rampe in die Senke des Lesekopfs eingeführt. Der Lesekopf erkennt die geschlossene und in Zuhalteposition befindliche Schutzeinrichtung. Die interne CES-Auswerteelektronik gibt bei zugehaltener Schutzeinrichtung den Sicherheitskreis frei.

Welche Vorteile bringt die transpondercodierte Sicherheitstechnik beim CET?

Die Sicherheitsschalter mit dieser Technologie unterliegen vor allem keinem Verschleiß und erreichen so eine praktisch unbegrenzte Lebensdauer. Zudem ist keine spezielle Wartung erforderlich. Weitere Vorteile sind Manipulationssicherheit und Unempfindlichkeit gegen Vibrationen.

Eine Herausforderung besteht heute darin, Produktivität mit Sicherheit und Bedienfreundlichkeit in Einklang zu bringen. Denn eine bedienunfreundliche Schutzeinrichtung verführt zur Manipulation und gefährdet die Sicherheit des Bedieners. Wie sieht es damit beim CET aus?

Die Frage ist absolut berechtigt und sollte allgemein bei der Entwicklung von Sicherheitsschaltern mit berücksichtigt werden. Aber auch der Maschinenkonstrukteur hat hier bei der Wahl des Sicherheitsschalters die Aufgabe für seine Applikation das richtige Produkt zu wählen. In unserem Portfolio haben wir zahlreiche mögliche Lösungen.

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