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PXI im IoT

Offene Plattform für die Messtechnik: Der Clou ist das Ökosystem

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Geschlossene Systeme und offene Plattformen?

„Beim ersten wird angenommen, dass der Hersteller klüger als der Kunde ist und genau weiß, was dieser braucht – besser als der Kunde selbst. Diesen Ansatz verfolgen Hersteller von Komplettlösungen mit fest vorgegebener, auf spezielle Anwendungsfälle zugeschnittener Funktionalität.“ Jahrzehntelang war es genau das, was der Markt brauchte. Im Zeitalter des IoT, dem Internet der Dinge, reicht das nicht mehr.

Beim zweiten Ansatz geht man davon aus, dass der Kunde der klügere Teil der Lösung ist und am besten weiß, was seine Anforderungen sind.“ Der Schwerpunkt hier liegt auf einer Plattform mit modularer Hardware (wie PXI) und flexibler Software (wie Labview), die dem Anwender Interoperabilität beschert und es ihm ermöglicht, jede Lösung zu automatisieren und benutzerspezifisch anzupassen. Zwar sind interessanterweise einige Vertreter der Kategorie ‚der Hersteller weiß es am besten‘, die einst schworen, dass sie PXI niemals anerkennen würden, nun auf den PXI-Zug aufgesprungen. Doch sie packen diese Boards immer noch in ein fixes Gehäuse, konfigurieren das Gerät auf seine letztendliche Funktion und geben damit einen starren Funktionsrahmen vor.

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PXI im Ökosystem

„Das ist aber nur die halbe Miete“, betont Rahman Jamal. „Denn der Clou hierbei ist das Ökosystem, das diese Plattform ergänzt. Als prominentes Beispiel nennt er unter anderem Apple: „So lässt sich beispielsweise ein I-Phone via Software, also der Apps, mal als MP3-Player, mal als Navigationsgerät, als Radio oder eben als ein Telefon verwenden.“ Aber auch NI setze auf eine solche Plattform inklusive Ökosystem – und zwar schon seit jeher.

„Als wir unsere Plattform ausbauten, begann ein ganzes Ökosystem sich darum herum zu entwickeln und ein riesiges Support-Netzwerk für Ingenieure im Bereich intelligenter Tests entstand“, berichtet Jamal. Damit hat das Unternehmen es seinen Alliance Partnern und Integratoren erleichtert, die NI-Plattform als Basis für eine Komplettlösung für ihre Kunden zu nutzen. Darüber hinaus gibt es im Labview Tools Network hunderte Toolkits, die durch die Community erstellt wurden. Auch die Vertriebs- und Supportingenieure arbeiten eng mit den Kunden zusammen. Schließlich das Allerwichtigste für den Experten: „Es gibt mehr als 300.000 Anwender, die dieselben Aufgaben erledigen und bereitwillig ihren Code und ihre Erfahrungen in Online-Foren und Anwendergruppen mit anderen teilen.“

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