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Automatisierung Open Industry 4.0 Alliance wird ein Jahr alt

| Redakteur: Katharina Juschkat

Auf der Hannover Messe 2019 gegründet, ist die Open Industry 4.0 Alliance inzwischen auf 55 Mitglieder angewachsen und entwickelt Use Cases für die Industrie.

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Die Open Industry 4.0 Alliance auf der SPS 2019 (v.l.): Jörg Zimmermann, Andreas Micheel und Andreas Gatterburg (Hilscher), Tobias Schwartz (IFM), Johannes Schmitt (Q-loud), Christian Liedke (Kuka), Marius Grathwohl (Multivac), Smitha Rayala (SAP), Gerd Hoppe (Beckhoff), Nils Herzberg und Sven Toothman (SAP), Thomas May (IFM), Ariel Rosenfeld (3D Signals), Ekrem Yigitdoel (Voith), Hans-Jürgen Hilscher (Hilscher), Wolfgang Möller (Itelligence), Matthias Betz (IFM), Rüdiger Hussong (Software AG), Daniel Brökling (Beckhoff) und Andreas Magiera (Software AG).
Die Open Industry 4.0 Alliance auf der SPS 2019 (v.l.): Jörg Zimmermann, Andreas Micheel und Andreas Gatterburg (Hilscher), Tobias Schwartz (IFM), Johannes Schmitt (Q-loud), Christian Liedke (Kuka), Marius Grathwohl (Multivac), Smitha Rayala (SAP), Gerd Hoppe (Beckhoff), Nils Herzberg und Sven Toothman (SAP), Thomas May (IFM), Ariel Rosenfeld (3D Signals), Ekrem Yigitdoel (Voith), Hans-Jürgen Hilscher (Hilscher), Wolfgang Möller (Itelligence), Matthias Betz (IFM), Rüdiger Hussong (Software AG), Daniel Brökling (Beckhoff) und Andreas Magiera (Software AG).
(Bild: Open Industry 4.0 Alliance )

Vor etwa einem Jahr gründeten auf der Hannover Messe 13 Unternehmen die „Open Industry 4.0 Alliance“. Inzwischen ist aus der Allianz ein Verein aus 55 Mitgliedern geworden, die in vier Arbeitsgruppen konkrete Use Cases entwickeln.

Was die Open Industry 4.0 Alliance erreichen will

Die Open Industry 4.0 Alliance versteht sich als Umsetzungsgemeinschaft, die vorhandene Standards wie den industriellen Kommunikationsstandard OPC UA nutzen und in der Praxis miteinander verbinden will. Dabei sollen Automatisierungssilos aufgebrochen werden. Das Augenmerk liegt auf der Digitalisierung und Transformation von Brownfield-Anlagen – also bereits bestehender Anlagen mit Komponenten, die auch zum Teil aus der Zeit vor IIoT stammen.

Was ist die Open Industry 4.0 Alliance?

Auf der Hannover Messe 2019 haben sich acht Unternehmen zu der Open Industry 4.0 Alliance zusammengeschlossen. Gründungsmitglieder waren:

- Beckhoff
- Endress+Hauser
- Hilscher
- IFM
- Kuka
- Multivac
- SAP
- Voith

Mit der Allianz wollen die Unternehmen proprietäre Insellösungen überwinden. Sie verpflichten sich gegenseitig zur Schaffung eines standardisierten und offenen Ökosystems zum Betrieb hochautomatisierter Fabriken und verfahrenstechnischer Anlagen unter Einbindung von Logistik und Services. Die Allianz weist bereits über 125 Produkte und Dienstleistungen nach, die von den Mitgliedern gemäß den Open Industry 4.0 Alliance-Richtlinien transformiert werden.

(Bildquelle: Open Industry 4.0 Alliance)

Bei der Alliance geht es nicht darum, eigene Standards zu definieren, versichert Nils Herzberg, Vorstandssprecher der Open Industry 4.0 Alliance: „Es geht darum, eine durchgehende Interoperabilitätsplattform mit existierenden Standards zu schaffen.“ Die Open Industry 4.0 Alliance werde auch nicht an der Entwicklung oder dem direkten Verkauf von Lösungen beteiligt sein. Sie soll der praktischen Förderung der digitalen Transformation dienen und strebt an, dass bis zu 80 Prozent der Maschinen in einer Smart Factory miteinander kommunizieren können.

Brownfield-Anlagen stehen dabei im Fokus. Die Open Edge Computing Platform verbindet Hersteller-spezifische Container Apps mit ihren Assets und aggregiert deren Prozessdaten. Weitere Apps dienen zur Datenvorverarbeitung oder stellen die Connectivity zur Operator Cloud und zur Asset Administration Shell her. Dabei setzt die Allianz auf vorhandene Standards.

Man könnte sagen, wir machen den Weg frei für ein machbares Industrie-4.0-Ecosystem.

Hans-Jürgen Hilscher, Technikvorstand der Open Industry 4.0 Alliance

Vorhandene Standards nutzen

Eine der wichtigsten Eigenschaften der Open Industry 4.0 Alliance ist das Asset Automatic Onboarding durch alle vier Architekturschichten unter Verwendung von Technologien der OPC Foundation, der Plattform Industrie 4.0 und der Freien Software Docker. Die Architekturschichten sind vor Ort Open Edge Connectivity (Devices) und Open Edge Computing Platform, in der Cloud dann die Open Operator Cloud Platform des Anlagenbetreibers und Common Cloud Central als gemeinsame Plattform, deren wichtigste Komponenten die Repositories der Assets und Digital Twins sind.

Die Mitglieder der Allianz listen über 155 Produkte und Dienstleistungen auf, die von ihnen in den kommenden Jahren gemäß den Interoperabilitäts-Richtlinien der Open Industry 4.0 Alliance umgestaltet werden sollen. Die ersten, die kompatibel sind, sollen auf der SPS 2020 im November präsentiert werden.

Alphabetische Liste der aktuellen Mitglieder:

  • 3d Signals
  • Armaturenfabrik Franz Schneider
  • Arvos Gruppe Schmidtsche Schack
  • Aucotec
  • Awinia
  • Balluff
  • Beckhoff Automation
  • Beijer Electronics
  • Captron Electronic
  • Caxperts
  • Cedalo
  • Cybus
  • Datagroup
  • Diva-e Platforms
  • Dunkermotoren
  • Endress+Hauser
  • Festo
  • Fujitsu Technology Solutions
  • Gebhardt Fördertechnik
  • German Edge Cloud
  • GFT Technologies
  • Hengstler
  • Hensoldt-Cyber
  • Hilscher Gesellschaft für Systemautomation
  • Hubhead
  • IFM Electronic
  • Itelligence
  • Kaeser Kompressoren
  • Komax
  • Kuka
  • Mach IQ
  • MHP Management- und IT-Beratung
  • M&M Software
  • MPDV Mikrolab
  • Multivac
  • Murrelektronik
  • Nexaiot
  • Novatec Consulting
  • Pepperl + Fuchs
  • Q-Loud
  • QSC
  • Salt Solutions
  • Samson
  • SAP
  • Schindler & Wagner
  • Schunk
  • Sick
  • SMC Deutschland
  • Software AG
  • Trebing & Himstedt Prozeßautomation
  • Ureason
  • Vega
  • Voith
  • Weber Maschinenbau
  • Wika Alexander Wiegand

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