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Rittal

Pionier Friedhelm Loh feiert 70. Geburtstag

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Industrie, Wirtschaft und Politik zollen dem Unternehmer Anerkennung

Loh ist in Verbänden, Politik und Wirtschaft gut vernetzt. „Seine Stimme ist klar, ist vernehmlich und sie wird – auch in der Politik – gehört“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter des Steckerherstellers Walter Mennekes. Bei der Verabschiedung Lohs nach seiner 8-jährigen Präsidentschaft des Zentralverbands Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) vor zwei Jahren ernannte der Verband den Unternehmer zum Ehrenpräsidenten auf Lebenszeit. Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender von Siemens, betont den Beitrag Lohs für die deutsche Elektroindustrie und zollt ihm Anerkennung für seine Forderung nach Schnelligkeit bei der Gestaltung gesellschaftlicher Veränderung: „Wer stehen bleibt, wird überholt.“

„Stillstand ist Rückschritt“, sagt der Unternehmer Friedhelm Loh, der seine unternehmerische Verantwortung immer ernst nimmt.
„Stillstand ist Rückschritt“, sagt der Unternehmer Friedhelm Loh, der seine unternehmerische Verantwortung immer ernst nimmt.
(Bild: Davids/Paul Zinken)

„Neugierige Macher und Initiatoren wie Sie bestärken uns in der Gewissheit, die vor uns liegenden Herausforderungen meistern zu können“, sagte Dr. Klaus Mittelbach, Vorsitzender der Geschäftsführung des ZVEI bei der Verleihung der Ehrendoktorwürde der Technischen Universität Chemnitz an Loh. Und US-Präsident Barack Obama sagte während seinem kurzen Standbesuch auf der diesjährigen Hannover Messe über das Unternehmen: „This is a fine company.“

Die Gründung der „Loh Academy“ beschloss der damals 55-Jährige aus der Überzeugung, dass Bildung und lebenslanges Lernen die Basis für Arbeit und für ein erfülltes Leben sei. Mittlerweile nehmen ca. 2400 Mitarbeiter jährlich an Weiterbildungsmaßnahmen teil. Er ist auch Mitinitiator von Studium Plus und investiert in die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter rund 10 Millionen Euro im Jahr.

Arbeit geben als Basis für ein erfülltes Leben

Auch durch sein soziales Engagement fällt der Unternehmer auf. Neben der Unterstützung sozialer und christlicher Einrichtungen in der Region gibt Loh Impulse im Rahmen seiner christlichen Lebensweise und seiner unternehmerischen Verantwortung. „Wir sind der größte Arbeitgeber der Region und tragen eine Verantwortung für das Umfeld, in dem wir leben und arbeiten“, sagt er. Umso mehr, als er mit Dankbarkeit auf seine Eltern, die Familie, und die Arbeit der Mitarbeiter blickt.

Im Frühjahr 2015 bringt er ein Pilotprojekt zur Qualifizierung von Flüchtlingen auf den Weg. Als eines der ersten Unternehmen bundesweit bietet das Unternehmen jungen Flüchtlingen strukturierte Praktikums- und Ausbildungsmöglichkeiten. Das Projekt ist bis heute Vorbild von Initiativen zur Integration. Konsequenterweise ist er Stifter des Lehrstuhls für Flucht und Asyl an der CVJM Hochschule Kassel. „Sie sind durch und durch ein Macher, der Veränderungen mitgestaltet“, sagt Dr. Markus Kerber, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). „Wo andere Risiken sehen, da erkennen Sie Chancen.“ (kj)

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