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Flexibel durch integrierte Feldbusschnittstellen
Neben der seriellen Schnittstelle sind es vor allem die vielfältigen Feldbusoptionen von Ident Control, die den Anwendern den Einsatz verschiedenster speicherprogrammierbarer Automatisierungssysteme und gleichzeitig eine weltweite Standardisierung ihrer RFID-Lösungen ermöglicht. Mit gleich strukturierter Befehlssyntax können die Schreib-/Lesegeräte in international häufig anzutreffende Feldbusumgebungen wie Profibus, Ethernet/IP, Ethercat, Profinet, Devicenet Interbus und CC-Link integriert werden.
Diese nahezu grenzenlose „Connectivity“ macht Ident Control somit auch kommunikationsseitig äußerst flexibel, vielseitig – und integrationsfreundlich, denn die identische Softwaresyntax ermöglicht bei der Programmierung des Systems die Nutzung identischer Funktionsblöcke.
Zudem unterstützt die kostenfrei erhältliche Software RFIDControl die Einrichtung unterschiedlicher Diagnose- und Parametrierfunktionen. Die gerätetechnischen Umsetzungen sind für die jeweilige Feldbusanbindung optimiert.
So ermöglicht beispielsweise die parallele Diagnoseschnittstelle der Ethercat-Variante auch im laufenden Betrieb u.a. die Abfrage von Geräteeigenschaften durch eine Beckhoff-Steuerung. Die Version für CC-Link für Mitsubishi-Steuerungen bietet einen parallelen Diagnose-Port. Bei der Ethernet-Ausführung kann die direkte Parametrierung über den in das Schreib-/Lesegerät integrierten Webserver erfolgen.
Lesekopf-Bauformen: Applikationen initiieren besondere Innovationen
Schreib-/Leseköpfe kommunizieren über die Luftschnittstelle mit den zur Objektkennzeichnung eingesetzten Transpondern. Ihre Bauformen orientieren sich u.a. an den Einsatzanforderungen und den mechanischen Integrationsmöglichkeiten.
Im Maschinenbau sind vorwiegend zylindrische Bauformen anzutreffen. Der kleinste Durchmesser im Ident Control-Portfolio liegt bei 18 mm und wird vorwiegend für Identifikationsaufgaben in Werkzeugmaschinen eingesetzt. Auch quaderförmige Bauformen für verschiedene Lesebereiche stehen zur Verfügung – die flachste Version misst in der Höhe gerade einmal 10 mm.
Fast alle Bauformen von Schreib-/Leseköpfen entstehen auf der Basis applikationstechnischer Anforderungen.
Der neue UHF-Schreib-/Lesekopf F190 beispielsweise schlägt die Brücke zwischen Nahfeld- und Fernfeld-Identifikation. Mit einer einstellbaren Lesereichweite zwischen 0,2 und 1,5 m ist er spezifisch auf die Fertigungstechnik und Intralogistik zugeschnitten. Er wird vor allem dann eingesetzt, wenn der Leseabstand eines LF- oder eines HF-Systems nicht ausreicht und es bei einer größeren UHF-Antenne durch die besondere Charakteristik ihres Übertragungsfeldes im Nahbereich zu Kommunikationsproblemen oder Überreichweiten kommen kann. Der F190 besitzt ein robustes Metallgehäuse und ist Multitag-fähig, d.h. er kann gleichzeitig mehrere Transponder im Lesefeld, zum Beispiel Werkstücke in einem Ladungsträger, sicher identifizieren.
Logistikanforderungen „logisch“ umgesetzt hat Pepperl+Fuchs bei der Entwicklung des Schreib-/Lesekopfes F97. Dieser etwa 500 mm lange, dafür aber sehr flache und schmale Lesekopf wurde speziell für die Rollenfördertechnik entwickelt. Er lässt sich platzsparend zwischen zwei Rollen einbauen und ermöglicht es, Positioniertoleranzen von Transpondern auf einfache Weise auszugleichen, etwa dann, wenn in einer Förderstrecke unterschiedlich große Behälter bewegt werden und die exakte Position des Transponders nicht vorhersehbar oder beeinflussbar ist. Er löst aber nicht nur Toleranzprobleme, sondern eignet sich auch für High Speed-Anwendungen mit Fördergeschwindigkeiten bis zu 10 m/s. Hierzu wird der Lesekopf parallel zur Förderrichtung installiert. Bei definierter Lage des Transponders befindet sich dieser über die Gehäuselänge von 500 mm relativ lange Zeit im Lesefeld und lässt sich dabei kontinuierlich lesen.
* Dr. Konrad Kern, Produktmanager Systeme, Geschäftsbereich Fabrikautomation, Pepperl+Fuchs
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