Radiofrequenz-Identifikation

RFID im Baukastenprinzip: Multitalent für Feldbus und Frequenzen

| Autor / Redakteur: Dr. Konrad Kern* / Ines Stotz

Der kompakte UHF Lesekopf F190 mit Multitag-Lesefunktion: Damit kann er gleichzeitig mehrere Transponder im Lesefeld, zum Beispiel Werkstücke in einem Ladungsträger, sicher identifizieren.
Bildergalerie: 2 Bilder
Der kompakte UHF Lesekopf F190 mit Multitag-Lesefunktion: Damit kann er gleichzeitig mehrere Transponder im Lesefeld, zum Beispiel Werkstücke in einem Ladungsträger, sicher identifizieren. (Pepperl+Fuchs)

Offen für unterschiedliche Signalübertragungs-Frequenzen, modular, flexibel und integrationsfähig in alle gängigen Feldbus- bzw. Steuerungsumgebungen – Ident Control von Pepperl+Fuchs ist einer der vielseitigsten RFID-Auswerteeinheiten am Markt. Das bietet technische und wirtschaftliche Zukunftssicherheit.

Bei aller Vielfältigkeit der möglichen Systemauslegung gewährleistet Ident Control eine einfache Integration. So ist die Befehlsstruktur für LF-, HF- und UHF-Systeme einheitlich aufgebaut – und auch die Anbindung an die gängigsten Feldbusse ist gleichartig implementiert. Schreib-/Leseköpfe in unterschiedlichen Bauformen sowie elektronische Datenträger, sogenannte Transponder, in individuellen „Verpackungen“ stellen den bestmöglichen Zuschnitt des RFID-Gesamtkonzepts an die jeweilige Applikation sicher.

RFID: Klare Vorteile in zahlreichen Anwendungen

Um es klar zu sagen: Es gibt nicht DIE einzige Identifikationstechnologie, die für alle Applikationen die beste ist. Je nach Aufgabe und Randbedingungen teilen sich heute Kamerasysteme, Barcodeleser, 2D-Lesegeräte und RFID das stetig wachsende Einsatzfeld.

Gleichwohl hat die Radiofrequenz-Identifikation mit Transpondern gewichtige Vorteile: RFID kommt vor allem dann zum Einsatz, wenn Daten ohne direkten Sichtkontakt gelesen – und bei Bedarf auch geschrieben bzw. aktualisiert – werden sollen; wenn eine Mehrfachverwendung und hohe Umlaufhäufigkeit der Datenträger gewünscht wird, z.B. in geschlossenen Behälterkreisläufen; oder wenn die Gefahr der Verschmutzung oder Zerstörung optischer Codes gegeben ist, z.B. beim Reinigen von Behältern in automatischen Waschanlagen oder bei der Kennzeichnung von Wäsche.

Die Investitionen in RFID müssen sich jedoch an Größen wie Kosten sparen im Vergleich zu anderen Identtechnologien, verbesserte Produktivität durch optimierte Prozesse, verkürzte Durchlaufzeiten durch bessere Leseperformance und generelle Investitionssicherheit messen lassen. Gut also, wenn RFID-Systeme flexibel, offen, vielseitig und dadurch zukunftssicher sind. Mit Ident Control bietet Pepperl+Fuchs ein Konzept an, die diese Merkmale in vollem Umfang abbildet.

Ident Control-Auswerteeinheiten: Multifrequenz-Datenkommunikation nach Maß

Auswerteeinheiten sind die zentralen Bausteine in RFID-Systemkonzepten. Sie sind das Gateway aus dem Feld zur Steuerung, steuern Schreib-/Lesevorgänge, fungieren als Datenfilter und versorgen die Schreib-/Leseköpfe mit Energie.

An den Auswerteinheiten der Baureihe Ident Control können in steckbarer Verbindungstechnik zum einen Schreib-/Leseköpfe für die Nahfeld-Identifikation angeschlossen werden – sowohl in Niederfrequenztechnik (LF) mit 125 kHz als auch in Hochfrequenztechnik (HF) mit 13,56 MHz.

Aber auch Schreib-/Leseköpfe für die Fernfeld-Identifikation – in Ultrahochfrequenz-Ausführung (UHF) mit 868 MHz – lassen sich anschließen.

Ergänzendes zum Thema
 
Ident Control eignet sich für viele Anwendungen
 
Ident Control auf einen Blick

Ident Control erlaubt jedoch nicht nur die Anbindung von verschiedenen Signalübertragungsverfahren – es ist auch möglich, die LF-, HF- und UHF-Schreib-/Leseköpfe gleichzeitig in gemischter Konfiguration zu betreiben. Auch Triggersensoren, die den Leseprozess starten bzw. beenden, sind direkt anschließbar.

Solch eine Flexibilität erlaubt es, RFID-Lösungen von Pepperl+Fuchs auf die jeweiligen Applikationen maßzuschneidern.

Auswerteeinheit in zwei Ausführungen

Die Auswerteeinheiten stehen Integratoren und Anwendern in zwei Ausführungen zur Verfügung:

  • Ident Control eignet sich für die kostengünstige Anbindung von bis zu vier Lesestellen, die per Display und Funktionstasten am Gerät direkt in Betrieb genommen werden können – ohne den Umweg etwa über eine SPS.
  • Die platzsparende Ident Control Compact integriert bis zu zwei Lesestellen – wie sie in vielen Aufgabenstellungen anzutreffen sind.

Beide Auswerteeinheiten überzeugen durch eine hohe elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) – Störimpulse aus dem Einsatzumfeld haben keinen Einfluss auf die zuverlässige Systemfunktion. Das robuste Metallgehäuse des Compact-Gerätes in IP 67 ermöglicht zudem die Montage des Schreib-/Lesegerätes im Feld, d.h. unter rauen Betriebsumgebungen.

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 42272806 / Sensorik)