HMI-Positionsüberwachungssystem

Schiffsverladearme und ihre Steuerung in explosionsgefährdeten Bereichen

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Hydraulische Schnellkupplung: mit einem einzigen Tastendruck lassen sich Verladearm und Sammelleitungen des Schiffs verbinden (Archiv: Vogel Business Media)

Leider jedoch sind die herkömmlichen hydraulischen Kupplungen sehr kostspielig, komplex und wartungsintensiv. Und so hat Kanon eine — zum Patent angemeldete — hydraulische Schnellkupplung entwickelt, die für mehrere Flanschgrößen verwendet werden kann. Sie bietet eine effiziente Lösung für die anspruchsvollen Betriebsumgebungen beim Be- und Entladen von Seeschiffen.

Schiffsverladearme in explosionsgefährdeten Bereichen brauchen ex-geschützte Steuer- und Bedientechnik

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Verladearme kommen natürlich auch mit explosionsfähigen Gasen und brennbaren Flüssigkeiten in Berührung. Sie stehen dann in Ex-Bereichen, und die zugehörigen Steuer- und Bedientafeln müssen entsprechend explosionsgeschützt ausgeführt sein. Hierzu werden drei Versionen der Steuer- und Bedieneinrichtungen benötigt. Das am häufigsten eingesetzte System ist eine Kombination von zwei druckfest gekapselten Gehäusen mit zwei Gehäusen in der Zündschutzart Erhöhte Sicherheit ›e‹. Diese Steuerung ist zugelassen nach der europäischen ATEX-Richtlinie 94/9/EG, den amerikanischen Normen in alter und neuer Version und dem IECEx-Scheme. Die zweite Version ist speziell für IIC-Anwendungen ausgelegt. Dazu gehört eine Baugruppe mit einem druckfest gekapselten Gehäuse II C mit direkter Einführung über Conduitverschraubungen. In Fällen, in denen der Bediener zahlreiche Ladearme zu überwachen hat, die sich über einen größeren Bereich verteilen, ist zum dritten die Kombination einer druckfest gekapselten Steuerung mit Anschlussraum in Erhöhter Sicherheit mit mehreren im Feld örtlich verteilten Bedienpulten in der Zündschutzart Erhöhte Sicherheit ›e‹ eine effiziente Lösung (Abb. 4 in der Galerie).

Die Steuerung des Ladearms kann direkt von einem Vorort-Steuergerät aus erfolgen, das über die entsprechenden explosionsgeschützten Drucktaster, Wahlschalter und über Anzeigen verfügt. Für die Steuerung per explosionsgeschützter Hängesteuertafel gibt es drei Lösungen:

  • Eine Hängesteuertafel ist über ein bis zu 50 Meter langes Verlängerungskabel an das Vorort-Steuergerät angeschlossen, allerdings muss sich der Bediener während der einzelnen Abläufe viel bewegen und zudem das Kabel mit sich ziehen.
  • Eine Hängesteuertafel wird über ein kurzes Kabel an jedes Drehgelenk angeschlossen. Dies ist die effizienteste Lösung, da nur ein kurzer Kabelabschnitt notwendig ist und keine schweren Kabel nachgeführt werden müssen. Werden dagegen mehrere Ladearme gesteuert, so sind mehrere Hängebedientafeln, eine umfangreichere Instrumentierung, eine größere SPS und ein entsprechend größeres Gehäuse erforderlich.
  • Steckbar anschließbare Hängesteuertafel: In diesem Fall sind die Drehgelenke aller Ladearme mit je einer explosionsgeschützten Steckverbinder ausgestattet. Im Vergleich zu den anderen Lösungen ist dieses Verfahren allerdings mechanisch anfälliger.

Bei einer Steuerung per Funk wiederum ist ein Empfänger in ein druckfestes CUBEx-Gehäuse eingebaut, das im Hydraulikaggregat untergebracht ist. Eine solche Lösung kommt ganz ohne Kabel aus. Die Fernsteuerung ist das effizienteste Steuerungssystem, insbesondere dann, wenn mehrere Ladearme gesteuert werden müssen.

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